Stahlgruber Otto Gruber GmbH & Co KG
Stahlgruber investiert 34 Millionen

Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
19.03.2015
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Als Stahlgruber 1993 den ersten Spatenstich für sein Logistikzentrum in Sulzbach-Rosenberg feierte, gab es "genügend Zweifler". Daran erinnerte Konzern-Geschäftsführer Bernhard Strauch gestern, bevor er erneut zum Spaten griff. Die Skeptiker sind längst verstummt: Stahlgruber investiert in seine siebte Ausbaustufe im Industriepark Ost 34 Millionen Euro.

"Der heutige siebte Spatenstich verändert das Herz unserer Logistik in neuen Dimensionen", betonte Bernhard Strauch bei der Feierstunde gestern Nachmittag auf der Baustelle im Beisein von Vertretern des Konzerns, der am Projekt beteiligten Firmen sowie von Stadt und Landkreis.

Doppelte Kapazität

Damit sprach er nicht nur die stattliche Investitionssumme an, sondern auch die Ausmaße des Neubaus, der direkt hinter dem bestehenden Firmenkomplex entsteht: "Die Herzkammervolumen vergrößern sich deutlich, exakt um 12 000 Quadratmeter. Ein neues Wareneingangsgebäude und ein automatisches Kleinteilelager mit neun Gassen verdoppeln Kapazität und Pickleistung."

In 16 Monaten Bauzeit entsteht hier ein Logistikterminal, dessen Gebäudevolumen 212 Einfamilienhäusern entspricht. Mit dem Projekt verknüpft sind 40 bis 50 neue Arbeitsplätze. Strauch blieb im medizinischen Bild, als er eine besondere Herausforderung bei diesem Vorhaben ansprach: "Die Operation erfolgt wie immer am lebenden Objekt. Das allein ist schon eine Meisterleistung."

Selbstverständlich seien diese Entwicklung und der Erfolg am Sulzbach-Rosenberger Standort des Unternehmens nicht, machte der Geschäftsführer deutlich. Getragen werde beides "in erster Linie von der Loyalität und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter". Rund 700 seien es aktuell - interne und externe Kräfte zusammengenommen, davon noch 48 aus der Gründerzeit.

Seit 1993 am Standort

Damals, im September 1993, erfolgte der erste Spatenstich für das Stahlgruber-Logistikzentrum in Sulzbach-Rosenberg. "In meiner damaligen Funktion als Logistikleiter war es ein sehr aufregender Tag", daran erinnert sich der heutige Geschäftsführer noch sehr gut. "Wir haben alle gehofft, dass wir mit der damals größten Investition des Unternehmens - 46 Millionen DM - den Grundstein zur erfolgreichen und dauerhaften Entwicklung des Stahlgruber-Handelsgeschäftes legen." Unter Volllast sei der Betrieb mit rund 120 Mitarbeitern ab 1995 gelaufen. "40 Verkaufshäuser hingen an der Nabelschnur des Logistikzentrums und wurden mit zirka 60 000 Artikeln versorgt." Nachdem Mensch und Maschine die Anlaufprobleme überwunden hätten, sei es nur noch bergauf gegangen. "Wir überzeugten die Zweifler durch Leistung."

Dieses "wirklich beachtliche unternehmerische Engagement" würdigte auch Landrat Richard Reisinger, dem "die Bedeutung des Unternehmens bestens bekannt" ist. Er betrachtet dessen "nachhaltigen Erweiterungswillen" auch als "Wertschätzung der Region": "Sie werden es nicht bereuen", betonte Reisinger.

Wie er sicherte auch Bürgermeister Michael Göth dem Unternehmen weiterhin volle Unterstützung zu. Die Stadt habe diese stets gern gewährt, auch über den Ausbau von Standortfaktoren, damit "ein Stück zum unternehmerischen Erfolg beigetragen" und werde dies auch künftig tun. Göth verwies hier auf den Ausbau von Breitbandversorgung und schnellem Internetanschluss, den man gemeinsam mit dem Freistaat im Industriepark umsetzen wolle.
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