Sulzbach-Rosenberger Kriminalstatistik weist weniger Fälle aus
Es wird seltener zugeschlagen

Über die Entwicklung der Kriminalität in Sulzbach-Rosenberg tauschten sich (von links) Bürgermeister Michael Göth, Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl, Erster Hauptkommissar Klaus Erras und Hauptkommissar Michael Kernebeck gestern im Rathaus aus. Bild: Gebhardt
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
23.04.2015
39
0

Wenn die Polizei vor der Tür steht, bringt sie oft schlechte Nachrichten. Im Rathaus war das am Donnerstag ganz anders: Das "Sicherheitsgespräch" wartete mit erfreulichen Neuigkeiten auf.

2014 wurden in der Stadt 911 Straftaten bekannt. Gegenüber den exakt 1000 Fällen im Jahr zuvor bedeutet das einen Rückgang um 8,9 Prozent. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 2,9 Punkte auf 63,3 Prozent. Auf 1000 Sulzbach-Rosenberger kamen somit 47 Straftaten: "Für eine Stadt mit nahezu 20 000 Einwohnern ein guter Wert", betonte der Chef der Polizeiinspektion, Klaus Erras.

Mit seinem Stellvertreter Michael Kernebeck kam er am Donnerstag ins Rathaus, um Bürgermeister Michael Göth und Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl Zahlen über die Kriminalität zu liefern. Beeinflusst wird die Entwicklung vor allem durch die Rückgänge um 55 Betrugs- und 40 Rohheitsdelikte. Vor allem einfache und schwere Körperverletzungen gab es weniger. Die Straßenkriminalität sank um 18 Prozent auf 158 Fälle. 142 Sachbeschädigungen entsprechen einem Minus von 13,9 Prozent. Angehörige der Drogenszene sorgten für 68 Straftaten; gegenüber 67 Fällen 2013 fast unverändert. Immerhin sei das gefährliche Crystal Speed etwas seltener geworden.

Polizei hält dagegen

Eine der wenigen Wachstumsbereiche sind Diebstähle. Sie legten um 5,1 Prozent auf 311 Fälle zu. Nach acht Wohnungseinbrüchen 2013 gab es im vergangenen Jahr elf. Hier liegt die Herzogstadt mit dem Oberpfalz-Trend gleichauf, merkte Erras an. Die Polizei halte dagegen, etwa mit Streifen- und Kontrolltätigkeit oder Info-Veranstaltungen zum besseren Schutz von Haus und Wohnung.

Häufiger geworden sind auch Gewaltakte gegen Polizisten. Sie stiegen von 13 auf 17 Fälle an. Körperliche Übergriffe seien zum Glück noch die Ausnahme. So sei kein Beamter im Dienst ernsthaft verletzt worden. Die Beschimpfungen, die sie sich anhören mussten, stammten aber immer öfter "aus der untersten Schublade".

"Insgesamt", kam Erras zu einer abschließenden Bewertung, "kann sich der Bürger in Sulzbach-Rosenberg sicher fühlen." Dafür arbeiteten die Polizeiinspektion und die Stadtverwaltung - besonders das Ordnungsamt - sehr gut zusammen.

Sicherheitsgefühl hoch

Zufrieden mit dem Gehörten äußerte sich auch Bürgermeister Michael Göth: "Wir haben keine Ausschläge nach oben, in den meisten Bereichen sogar Abnahmen." Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger in Sulzbach-Rosenberg schätzte er sehr hoch ein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.