Bund Naturschutz Bayern auf Exkursion im Schleißbachtal - "Leuchtturmprojekt"
"Ein begnadeter Naturschützer"

Toni Wolf (links) erklärte der BN-Abordnung, wie wichtig neu geschaffene Lebensräume für Tiere und Pflanzen sind. Bild: es
Lokales
Tännesberg
15.07.2015
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Vertreter des Landesverbands Bund Naturschutz (BN) waren sehr beeindruckt, was sie bei einer Führung mit Toni Wolf im 800 Meter langen, wieder offenen Schleißbachtal zu sehen bekamen. Die Arbeiten in dem etwas abgelegenen und deshalb bei Einheimischen weniger bekannten Tal begannen 2003. BN und die Bayerischen Staatsforsten sind die Träger des Schleißbach-Projekts.

Wolf sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit. Vorgehensweise und Zielsetzung sind dieselben wie im Kainzbachtal: Erwerb von Privatflächen, entfernen von Fichtenriegeln, pflanzen von standortgerechten Gehölzen, Biotop- und Landschaftspflegemaßnahmen, öffnen von Quellschächten und Schaffung offener Quellbereiche sowie Wurzelstockhaufen als Rückzugs- und Brutgebiete für Reptilien und Vogelarten.

Potenzial wieder da

Die Exkursionsteilnehmer konnten sich überzeugen, dass die Selbstbegrünung von Abraumhaufen wunderbar klappt und das Potenzial von früher auf einmal wieder da ist. Erhalten blieb auch eine alte Steinbrücke. "Wolf ist ein begnadeter Naturschützer", lobte Landesgeschäftsführer Peter Rottner.

Wolf machte deutlich, dass Tännesberg inzwischen zu einem "Leuchtturmprojekt" beim Erhalt der Biodiversität geworden ist. Dieses Beispiel zeige, dass es den beherzten Einsatz unterschiedlicher Gruppen und engagierter Bürger brauche, die den Wert ihrer Natur kennen und diesen Schatz für die Zukunft bewahren wollen.
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