Die Vielfalt der Natur

Lokales
Tännesberg
22.06.2015
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"Biodiversitätsgemeinde Tännesberg" klingt sperrig. Projektmanagerin Gabriele Schmidt erklärte bei einem Vortrag im "Tannenhof", was dahinter steckt.

Kurz gesagt: Es geht um die Vielfalt in der Natur. Dieser hat sich Tännesberg verschrieben. Der Ort ist seit 2009 bayerische Modellgemeinde und erhält viele Förderungen. Er profitiert vor allem von Geldern des Bayerischen Naturschutzfonds, einer Stiftung des Freistaates. Zur biologischen Vielfalt zählen verschiedene Arten von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen sowie alte Getreide- und Kartoffelsorten. Für diese Themen treffen sich regelmäßig Steuerungsgruppen.

Regionales begehrt

Schmidt sprach bei ihrem Vortrag über das Kainzbachtal sowie das Rotviehprojekt (1999), damals die erste Herde ihrer Art in Bayern. Viele Züchter hätten seitdem Tännesberg nachgeahmt. Streuobstbestände und das Rebhuhnprojekt zählten ebenfalls dazu. "Die regionalen Produkte sind inzwischen sehr begehrt", sagte die Projektleiterin und verwies auf den Regionalmarkt am Sonntag, 13. September, der heuer bereits zum 10. Mal beim "Lederer" über die Bühne geht.

Zu den Aufgaben Schmidts zählen unter anderem: Flächenankauf und langfristige Pachtabschlüsse, Gemeindeflächenmanagement, Beratung von Landwirten, Planung und Organisation von Landschaftspflegemaßnahmen und regionale Vermarktung. Groß sei das Interesse an Führungen und Exkursionen.

PR-Konzept im Auftrag

Schmidt wünschte sich deshalb einige Naturführer, da die Öffentlichkeitsarbeit viel Zeit beanspruche, wie sie am Beispiel des Besuchs von Ulrike Scharf, Umweltministerium, aufzeigte. Viel verspreche man sich von einem bereits in Auftrag gegebenen PR-Konzept mit den Projektzielen. Tännesberg sei ein Vorbild für andere Gemeinden. Die könnten sich später an einem kommunalen Handlungsleitfaden orientieren.

"Ich würde mich freuen, wenn in Zukunft noch mehr mitmachen", sagte Schmidt. Sie machte auch konkrete Vorschläge: Hilfe bei der Apfelernte, Helfer für Pflegearbeiten von Kleinflächen, Vereinspatenschaften für Lebensräume, Mitarbeiter für Führungen, Halten von Kleinviehrassen. Gut könnte sie sich eine Bastelgruppe vorstellen, die mit Kindern Nistkästen anfertigt. Eine Anschubfinanzierung sei möglich. Ansprechpartnerin dafür sei Schmidt selbst.
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