Dorferneuerung im Fokus

Lokales
Tännesberg
06.08.2015
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Zwei große Themen beschäftigten den Marktrat am Montagabend: die Dorferneuerung und der Ausbau der Etzgersriether Straße. Für beide Punkte leitete das Gremium die nächsten Schritte ein.

Die Dorferneuerung läuft über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Bürgermeister Max Völkl informierte, dass man ein Konzept brauche und das ALE Vorgaben mache. Der Entwurf sei dann Grundlage für einen Dorferneuerungsplan. Zuerst sei es aber notwendig, eine Vorschlagsliste mit Planungsbüros zu erstellen.

Spätere Bürgerbeteiligung

Andreas Wurm forderte eine Bürgerversammlung, um die Leute zu informieren. "Über was soll ich die Leute unterrichten?", fragte der Rathauschef. "Wir wissen doch alle nicht, was wir machen wollen und können. Hierfür brauchen wir das Konzept, um einen Dorferneuerungsplan aufzustellen." Wenn dies geschehen sei, folge die Bürgerbeteiligung und die Wahl eines Vorstands. Der Dorferneuerungsplan würde darauf mit der Bevölkerung festgelegt. "Was wir dann machen, bleibt in unserer Hand", stellte Völkl fest. Im Moment gebe es keine Fakten, die man auf den Tisch legen könnte.

In die Vorschlagsliste wurden folgende Planungsbüros aufgenommen: Die Tännesberger Architekten Josef Schönberger und Hubert Liebl, Landimplus in Regenstauf, Wamser-Roloff-Wizmüller in Regensburg, die Büros Juretzka und Beer in Weiden, sowie Architekt Markus Götz aus Neustadt/WN.

Der Markt beabsichtigt den Ausbau der "Etzgersriether Straße" (Uchaweg), weil es hierfür ein Programm des Freistaats mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent für einen Vollausbau gibt. Eine Voraussetzung ist, dass sich die betroffen Kommune in der Stabilisierungsphase befindet.

"Das trifft auf uns zu", erklärte der Bürgermeister. Das Gespräch mit dem Straßenbauamt habe ergeben, dass die Straße durchaus in die Förderrichtlinien falle. Aber es müssten bestimmte Kriterien wie Breite oder Seitenstreifen erfüllt werden. Die Gemeinde brauche eine detaillierte Kostenermittlung, in der die Kriterien zur Beantragung der Förderung enthalten sind.

Völkel schätzte die Kosten für den Ausbau auf eine Million Euro. "Das klingt verlockend. Aber wir haben schon ein Straßensystem, das wir nicht aufrecht erhalten können, und nun kommt eine weitere Straße hinzu", sagte Wolfgang Nicklas.

20 Jahre Ruhe

Alfred Eckl sprach von einer "einmaligen Chance". Für den Erhalt des jetzigen Zustands (Schotter) habe die Gemeinde auch Aufwendungen. Nach einem Ausbau habe die Kommune 20 Jahre Ruhe. Und der Rathauschef machte klar: "Wenn wir den hohen Fördersatz nicht bekommen, können wir noch immer Nein sagen." Mit 10:2 ermächtigte das Gremium den Bürgermeister, ein geeignetes Ingenieurbüro für die Erstellung eines Konzepts zu beauftragen.
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