Erinnerung an unvorstellbare Not

Die Stelzengänger Josef Wittmann, Alexander Ebnet und Andreas Schönberger (von rechts) sind ein Hingucker beim Festzug. Archivbild: es
Lokales
Tännesberg
24.07.2015
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Der St.-Jodok-Ritt am vierten Sonntag im Juli zählt zu den Höhepunkten des Jahres. Pfarr- und Marktgemeinde Tännesberg erfüllen am Sonntag ein Gelübde ihrer Vorfahren aus dem Jahr 1796.

Damit erinnern sie an eine schreckliche Viehseuche, die damals eine unvorstellbare Not über die Menschen brachte. Der Förderverein "St. Jodokritt" mit Vorsitzendem Hans-Peter Klünner ist für das weltliche Rahmenprogramm verantwortlich.

In historischen Kostümen

Höhepunkt ist am Sonntag, 26. Juli, die Prozession zur Wallfahrtskirche. Um 9 Uhr besteigt an der Kirche Pfarrer Wilhelm Bauer den Allerheiligstenwagen mit der Monstranz. Den Zug führt die Fanfarengruppe der Kolpingsfamilie mit Leiter Rainer Dobmeier an. Mit dabei sind die Fanfarengruppe aus Bietigheim und die Blaskapelle Gleiritsch unter Leitung von Paul Braun. Reiter in historischen Kostümen reihen sich ein.

Musikbeiträge und das Beten wechseln sich ab. Am Freialtar an der Wallfahrtskirche zelebriert der Geistliche den Gottesdienst mit Festpredigt. Segnung und Ehrung der Reiter schließen sich an, ehe die Prozession in Richtung Markt aufbricht. Dort endet der kirchliche Teil mit dem Segen. Nach der Mittagspause stellen sich um 13.30 Uhr Vereine, Mitwirkende und Reiter hoch zu Ross in der Straße "Am Schlossberg" zum Festzug auf. Gefeiert wird dann am Marktplatz. Die Musiker der Blaskapelle Gleiritsch nehmen auf einem Podium oberhalb der Pfarrkirche Platz. Groß ist die Auswahl am Kuchenbüfett der Gymnastikgruppe, die bei der Raiffeisenbank ihren Verkaufsstand aufbaut.

Auftakt am Samstag

Mit dem Zapfenstreich zu Pferd am Samstag, 25. Juli, um 19 Uhr beginnen die zweitägigen Festlichkeiten. Die Proklamation am Marktplatz übernimmt wieder Helmut Bamler. Line-Dancer im Benefiziatengarten, eine Party der Kolpingsfamilie im "Dreschnmattlstodl" hinter der Raiffeisenbank, MSC Tännesberg, eine Weinlaube und Gaststätten laden anschließend ein. Spannung verspricht bereits um 15 Uhr das Trial-Turnier an der Schule.
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