Friedhofsgebühren steigen

Nicht nur für den Friedhof in Tännesberg (im Bild) gibt es ab 1. Mai eine neue Gebührensatzung, sondern auch für Kleinschwand. Bild: fjo
Lokales
Tännesberg
02.04.2015
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Fast eine Stunde diskutierten die Markträte am Montag über die Erhöhungen der Friedhofsgebühren. Bei der Nutzung des Leichenhauses in Kleinschwand stand sogar eine Erhöhung um über 300 Prozent im Raum.

228 Euro für die Nutzung des Leichenhauses waren den Markträten für Kleinschwand dann aber doch zu viel. Schließlich lag die Gebühr bislang bei 71,58 Euro. Mit 150 Euro verständigte sich das Gremium auf einen einheitlichen Betrag für die Friedhöfe Tännesberg und Kleinschwand. Unterschiedlich bleiben aufgrund der Kalkulationen die Sätze, jedoch in geringem Umfang.

574 Euro für Einzelgrab

Zurück bis ins Jahr 1958 mussten in der Verwaltung die Rechnungen aufgespürt werden, um die Baukosten etwa für das Friedhofsgebäude oder den Neubau der Umfassungsmauer zu ermitteln. Die auf 15 Jahre festgelegten Laufzeiten sind nun mit Kosten von 574 Euro für ein Einzelgrab in Tännesberg (544,80 Euro in Kleinschwand) und von 776 Euro (817,20 Euro, Kleinschwand) für ein Doppelgrab festgezurrt. "Es gab seit 15 Jahren keine Erhöhung mehr", kommentierte Bürgermeister Max Völkl den damit verbundenen Anstieg.

Zum geplanten Breitbandausbau war Christian Braun von der "Breitbandberatung Bayern" ins Rathaus gekommen. Für Tännesberg ermittelte er einen Fördersatz von 80 Prozent. Nach Brauns Angaben könnte die Kommune 23 Kilometer mit Lichtwellenleiterkabel erhalten, wovon 16 Kilometer in bestehenden Leerrohre verlegt würden. Sämtliche Leitungen entstünden in Erdverlegung, wozu elf neue Verteilerkästen oberirdisch erforderlich wären. Rund 325 Haushalte könnten davon profitieren.

Für die Ortsteile Großenschwand und Kleinschwand sei eine Versorgung mittels Glasfaser angepeilt, während Pilchau an eine bereits durch den Ort führende Leitung angebunden würde. Kainzmühle, Woppenrieth, Tanzmühle und Voitsberg könnten hochwertige Hausanschlüsse erhalten, was jedoch mit 400 Euro Anschlusskosten je Haushalt verbunden wäre. Diese Summe müssten die Anschlusswilligen - wie auch in Teilen der Markt - selbst aufbringen.

Nur ein Anbieter

Einziger Anbieter mit einer Summe von 555 000 Euro war die Telekom, was einen Eigenanteil von 111 000 Euro für die Gemeinde nach sich zöge. Die konkrete Vergabe war nicht mehr im öffentlichen Teil angesiedelt, sondern erfolgt im Anschluss nichtöffentlich.

Am Schluss seiner Übersicht erwähnte der Experte die Summe von rund einer halben Million Euro, welche noch gefördert werden könnte. Damit seien aber auch weitere 120 000 Euro für die Kommune als Eigenanteil verbunden. Kaufnitz oder Weinrieth etwa stünden dabei zur Debatte, weshalb Braun mit Hinweis auf die "guten Fördersätze" eine "zweite Runde" empfahl.
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