Gärtnerin Annegret Hottner referiert über alte Gemüsesorten - Kostenlose Beratung
Mehr Vielfalt im Garten

Lokales
Tännesberg
19.05.2015
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Im Supermarkt ist die Auswahl an Gemüse und Obst groß. Nur stammt das größtenteils aus hoch technisierten Treibhäusern oder einer intensiven Ackerkultur. Viele alte Gemüsesorten und Züchtungen sind dadurch verloren gegangen. Damit geht ein Verlust an Farben, Formen, Geschmack und wichtigen wertvollen Inhaltsstoffen einher. Hobbygärtnerin Annegret Hottner kämpft mit ihrer Arbeit und ihren Vorträgen gegen diese Entwicklung an. Davon überzeugten sich viele Besucher bei ihrem Referat im Hotel Wurzer.

Wie ernst es ihr damit ist, zeigt ihre Mitgliedschaft im Verein "Arche Noah" mit Sitz in Schiltern in Österreich, der sich den Erhalt alter Sorten zur Aufgabe macht. Die Referentin baut schon länger Gemüse von alten Sorten in ihrem Garten an. Der "Osnabrücker Rundsamige Münsterländer" ist für sie der beste Spinat. "Für die Samengewinnung muss man allerdings Geduld aufbringen", erläuterte die Schwandorferin an einigen Beispielen.

Im Rahmen ihres gemeinsamen Projektes "(G)Artenvielfalt" hatten die Biodiversitätsgemeinde "Natur. Vielfalt. Tännesberg" und die Siedlergemeinschaft Tännesberg Hottner eingeladen. "Die Vielfalt alter Sorten und Züchtungen gehört zur biologischen Vielfalt", betonten Projektmanagerin Gabriele Schmidt und Vorsitzender Wolfgang Nicklas junior.

Neue Lebensräume schaffen

Zur Vielfältigkeit in seinem Garten könne jeder beitragen. Umsetzen lasse sich das durch die Verwendung alter Sorten oder das Anlegen von Lebensräumen für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge oder Vögel, warb dafür Schmidt unter den Besuchern. Im Rahmen einer kostenlosen Gartenberatung bekämen die Gartler wertvolle Tipps. Interessierte sollten sich dafür bei ihr unter 09655/920039 anmelden.

In so manchem Tännesberger Garten dürften dann bald "Andenhörnchen", "Black Cherry" oder "Ochsenherz" geerntet werden. Viele Gäste nutzten nach dem Vortrag die Möglichkeit, sich mit Bohnensamen oder Tomatenpflanzen einzudecken. Ein großer Vorteil sei, dass man die Samen ernten und im nächsten Jahr wieder säen könne.
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