Häuser im Vitalitäts-Check

Lokales
Tännesberg
10.07.2015
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Tännesberg muss sich demnächst einem sogenannten Vitalitäts-Check unterziehen, um die Innenentwicklung des Orts zu beurteilen. Dabei werden alle Häuser im Hinblick auf den Denkmalschutz untersucht.

In der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Max Völkl vom Besuch des Direktors Willibald Perzl vom Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth. Dabei ging es um das weitere Vorgehen im Dorfentwicklungsverfahren.

Alfred Eckl wollte wissen, ob dann die Denkmalliste automatisch ergänzt werde. Dies verneinte Völkl, denn dazu müsse die Zustimmung der Hausbesitzer vorliegen. Der Rathauschef bat die Räte, sich Gedanken zu machen, welches Ingenieurbüro den Auftrag zur Erstellung des Dorferneuerungsplans erhalten sollte. Für den Bereich "Schlossberg" sei eine Förderung von 50 bis 60 Prozent zu erwarten. Völkl gab weiter bekannt, dass das Badewasser im Bursweiher vom Labor das Prädikat "Hervorragend" erhalten habe und die Pro-Kopf-Umlage der Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg im laufenden Jahr 216 Euro betrage. 2014 waren es noch 207 Euro.

Neue Fenster für Turnhalle

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen folgende Bauanträge: Thomas Bartmann, Hafnergasse (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage), Karl und Birgit Ebnet, Lacherweg (Errichtung einer Holz- und Gerätelagerscheune) sowie Markus Schönberger aus Großenschwand (Anbau eines Kälberstalls an die Stallung).

Die Volksschule war ursprünglich für 300 Kinder ausgelegt. Nach Auflösung der Mittelschule besuchen jetzt nur noch 40 Kinder die Einrichtung. Da ist Sparen angesagt, denn alleine die Heiz- und Stromkosten liegen jährlich bei 40 000 Euro. Als ersten Schritt wollen die Gemeinderäte die alten Glasbausteine der Turnhalle durch neue Fenster ersetzen. Dadurch werden erhebliche Energieeinsparungen erwartet. Der Bürgermeister sparte als Baufachmann die Architektenkosten und erstellte die Angebotsunterlagen selbst. Als Billigstbieter stellte sich die Firma Höhbauer aus Luhe-Wildenau mit 39 210 Euro heraus.

Wolfgang Nicklas forderte ein Nutzungskonzept für das halbleere Schulgebäude. Andreas Wurm wünschte anstatt der ausgeschrieben zweifach gleich eine dreifach-Verglasung. Auf Anfrage erklärte das Marktoberhaupt, dass im Haushalt 2015 für die Schulsanierung 100 000 Euro veranschlagt sind. Somit waren noch Mittel frei und die Räte gaben gleich auch grünes Licht für die Erneuerung der Oberlichter in der Turnhalle (Mehrpreis 17 000 Euro). Außerdem sollen die ursprünglich in weiß geplanten Fenster eine RAL-Farbe erhalten (Mehrpreis 14 Prozent). Die Farbe wird in einer gesonderten Zusammenkunft beschlossen.

Einstimmig wurde einer Änderung der Satzung für das "Kommunalunternehmen Markt Tännesberg" zugestimmt. Danach ist es künftig nicht mehr zulässig, Beschlüsse im Umlaufverfahren zu fassen. Keine Bedenken hatten die Gemeinderäte, die Gründungsunterlagen des Kommunalunternehmens dem Markt Leuchtenberg, der selbst die Gründung eines solchen Unternehmens plant, zur Durchsicht gegen Honorierung zu überlassen. Mit der Erstellung der Gebührenkalkulationen 2016 bis 2018 sowie der Nachberechnung 2015 für die Abwasser- und Wasserversorgungsanlagen wurde das Büro Radlbeck aus Straubing beauftragt. Kosten: 1200 Euro.

Gefahr im Verzug

Auf Anfrage von Wurm gab Völkl bekannt, dass die Pumpen im Tiefbrunnen noch nicht eingebaut wurden. Wegen des feuchten Untergrundes im Wald könne die Montage erst in der Frostperiode erfolgen. Nicklas wies auf die vom Umstürzen bedrohte Gartensäule eines Anwesens in der Hafnergasse hin. Da Gefahr im Verzug sei und Kinder betroffen sein könnten, sollte das Umfeld mit einem Bauzaun abgesichert werden. Dies müsse noch vor dem Jodokritt geschehen. Der Bürgermeister erklärte, dass dem Hausbesitzer eine letzte Frist zur Behebung der Mängel bis Freitag, 31. Juli, eingeräumt wurde. Völkl sah keine rechtliche Möglichkeit, vorher einzuschreiten.
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