Hoch hinauf für Hochzeiten

In der Auferstehungskapelle auf dem Schlossberg können Paare künftig standesamtlich heiraten. Das Kirchlein wurde 1934 vom Heimatschutzverein Tännesberg erbaut und nach Verfall 1996 vom OWV Tännesberg wieder errichtet. Bild: gi
Lokales
Tännesberg
06.06.2015
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Auf dem Tännesberger Schlossberg sind künftig Trauungen möglich. Durch die Möglichkeit, die Auferstehungskapelle als Raum für das Standesamt zu nutzen, verspricht sich Bürgermeister Max Völkl positive Impulse

Nachfragen dafür gebe es. Die Aufsichtsbehörde habe nichts dagegen. Bedenken zur Haftungsfrage von Wolfgang Nicklas wegen der erschwerten Zufahrt zerstreute der Rathauschef in der Marktratssitzung.

Zu Beginn gab Völkl bekannt, dass er per Eilentscheidung einen Diesel-VW-Bus für den Wasserwart bestellt habe. Der in der letzten Sitzung vorgeschlagene Benzin-VW-Bus sei nicht lieferbar. Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen den Jahresbetriebsplan 2015 für die Gemeindewälder. Er sieht eine Holzernte von rund 100 Festmetern und einen Reingewinn von 16 800 Euro vor. Für die Betriebsplanung und -leitung muss allerdings mit 4397 Euro gerechnet werden.

Neues Löschfahrzeug

Mit Freude verfolgten die vielen Feuerwehrleute den Beschluss über die Anschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF 20) für die Feuerwehr Tännesberg. Die Kosten betragen 352 079 Euro. Den Zuschlag erhielten MAN aus Regensburg für das Auto (80 920 Euro), die Firma Rosenbauer aus Passau für das Fahrgestell (200 164 Euro) und die Firma Sturm aus Regen für die Beladung (70 995 Euro). Bürgermeister Völkl wies darauf hin, dass die geschätzte Summe von 350 000 Euro nur knapp verfehlt wurde. Die Wünsche der Feuerwehrleute seien in der Angebotssumme berücksichtigt worden.

Zweites Förderverfahren

Um in ein zweites Förderverfahren für den Breitbandausbau einsteigen zu können, erhielt die Breitbandberatung Bayern GmbH einen weiteren Planungsauftrag für 4250 Euro. Damit kommen dann alle noch nicht berücksichtigen Ortschaften des Markts in den Genuss einer verbesserten Versorgung, erklärte Breitbandpate Werner Schärtl.

Nichts einzuwenden hatten die Räte gegen den Beitritt der Gemeinde Krummennaab als neue Gesellschafterin der Zukunftsenergie Nordoberpfalz (Zeno). Ebenfalls reine Formsache war die Überlassung des Sportgeländes für eine Open-Air Veranstaltung am Samstag, 27. Juni, an den "Förderverein Volltreffer".

Die Firma Hartinger aus Kleinschwand erhielt den Zuschlag für die Durchführung von Unterhaltungsarbeiten am Regenüberlaufbecken in Großenschwand für 4925 Euro mit Vorbehalt. Bei den Haushaltsberatungen vor einigen Wochen hatte das Gremium die von der Regierung der Oberpfalz gewünschte Anhebung der Grundsteuer A von 350 auf 360 Prozent abgelehnt. Sie würde ohnehin nur 1000 Euro in die Marktkasse spülen.

Damit waren die Verantwortlichen in der Bezirkshauptstadt aber nicht zufrieden. Eventuell drohe der Verlust von rund 50 000 Euro Stabilisierungshilfe. Daher beschlossen die Räte einstimmig, der Erhöhung ab 1. Januar 2016 zustimmen. Nicht anfreunden konnte sich die Mehrzahl der Gemeinderäte mit der Verlängerung der Garantie um fünf beziehungsweise zehn Jahre für die Wechselrichter der Photovoltaikanlage auf den Schulgebäuden. Wechselrichter seien zwar teuer, aber die Mehrkosten (Versicherungsbeiträgen übersteigen 4000 Euro) waren Ablehnungsgrund für sieben von zehn Gremiumsmitgliedern.

72 689 Euro sind für dringend erforderliche Ausbesserungsarbeiten in der Etzgersriether Straße, in Voitsberg Richtung Kainzmühle, am Flurweg in Kleinschwand und dem Gehweg "Pfreimder Straße" notwendig. Den Auftrag erhielt die Firma Huber aus Rötz. Wolfgang Nicklas schlug vor, für die noch ausstehenden Instandsetzungen endlich eine Dringlichkeitsliste zu erstellen. Die Räte werden die Besichtigungen in Kürze vornehmen. Schärtl schlug eine Koordination mit den Breitbandarbeiten vor, bei denen viele Straßen aufgebrochen werden müssen.

Noch besser vermarkten

Vorantreiben wollen die Gemeinderäte auch die Erstellung eines Energienutzungsplans. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt das Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt in Regensburg. Gegen Ende der Sitzung regte Nicklas an, die bisher im Rahmen der Biodiversität erhaltenen Preise und Auszeichnungen besser zu vermarkten. Er bemängelte auch die mangelnde Information der Bevölkerung. Völkl erwiderte, dass die Firma Herbert Hofberger dabei sei, ein PR-Konzept zu entwickeln.
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