"Ist denn kein Platz?"

In seiner Predigt an Heiligabend stellte Pfarrer Wilhelm Bauer das Kind in der Krippe in den Mittelpunkt. Bild: es
Lokales
Tännesberg
29.12.2014
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Die Gottesdienst-Besucher hörten am Heiligen Abend, dass die Geburt von Jesus der "Mittel- und Brennpunkt der Menschheitsgeschichte" ist, wie sich Pfarrer Wilhelm Bauer ausdrückte.

Bauer zog mit Diakon Norbert Hammerl und einer großen Schar von Ministranten in das Gotteshaus ein. Alle stimmten das Lied "Zu Bethlehem geboren" an.

Jedes geborene Kind sei ein Anlass zur Freude, sagte Pfarrer Bauer. Die Geburt von Jesus in einer Krippe in einem Stall sei Mittel- und Brennpunkt der Menschheitsgeschichte. Die Zeitrechnung vor und nach Christius gebe es seit Papst Gregor. Der Geistliche verglich die Kinder in Syrien, Afghanistan, in den Flüchtlingsunterkünften und Behindertenheimen mit dem Kind in der Krippe in Bethlehem. Alle Kinder auf dieser Erde seien in unsere Verantwortung gegeben. "Ist denn kein Platz für Familien mit Kindern in unserer Gesellschaft?", kritisierte Bauer Missstände. Der Kirchenchor unter Leitung von Rudi Schneider begleitete den Gottesdienst mit der "Christkindlmesse" von Eichenseer/Morgenschweiß. Feierlich war das von den Sängern, Bläsern und der Orgel angestimmte "Tochter Sion" von Händel zur Opferung und das "Transeamus usque Bethlehem" von Josef Schnabel zur Kommunion. Lang war die Liste derer, denen Pfarrer Wilhelm Bauer dankte: Diakon Norbert Hammerl, der Familie Egon und Charlotte Frey für den Christbaum, den Helfern für das Aufstellen und Schmücken, Mesnerin Hildegard Licha, den Kommunionhelfern und den Ministranten. Nicht vergessen waren die Kranken. Am Schluss der Christmette sangen alle "Stille Nacht". Die Weihnachtsfreude trugen die Kirchenglocken hinaus in die Stille der Nacht. Die Ministranten freuten sich, dass anschließend viele zu ihrem Verkaufsstand mit Glühwein gekommen waren.

Für den zweiten Weihnachtsfeiertag hatte der Kirchenchor die "Kolbermoor-Messe" von Hans Lorenz einstudiert.
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