Lebensraum für seltene Arten

Die Feuchtbiotop-Kette "Unterucha" soll Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen werden. Toni Wolf (links), Vorsitzender der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe, Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg, und Landrat Andreas Meier (rechts) setzten die ersten Fische in einen der 15 Tümpel. Bild: tss
Lokales
Tännesberg
21.11.2015
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Die Staatsforsten nehmen es ernst mit ihrem Naturschutzprojekt. Am Donnerstag weihte Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg, die Feuchtbiotop-Kette "Unterucha" in der Nähe des Bursweihers ein. Die 15 Tümpel in dem Waldgebiet seien von besonderer Bedeutung und sollen seltenen Tieren und Pflanzen künftig einen Lebensraum bieten. Toni Wolf, Vorsitzender der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe, war schon sehr gespannt auf die Artenentwicklung. "Wir werden 2016 hier viele neue Libellen haben."

Mit Bösl und Landrat Andreas Meier entließ er gleich Bitterlinge und eine Schleie in die Freiheit. "Man sollte aber nicht alle Tümpel mit Fischen besetzen, sondern auch Platz für Amphibien lassen", meinte Wolf. Dr. Siegfried Kiener vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betonte, wie wichtig es der Behörde sei, Flächen nicht "im Sinne einer Verbesserung des monetären Ertrags", sondern für gefährdete Arten zu intensivieren. Die Staatsforsten müssten sich oft den Vorwurf gefallen lassen, rein wirtschaftlich zu denken, ergänzte Landrat Meier. Dieses Biotop sei ein Gegenbeispiel. Die Maßnahme kostete rund 10 000 Euro, informierte Bösl. Davon sind 90 Prozent Zuschuss.
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