Mit Pistolen am Bankschalter

Lokales
Tännesberg
05.09.2015
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Schock in der Sparkassenfiliale in Tännesberg: Am Freitagvormittag stürmten zwei maskierte und bewaffnete Männer in die Bank und forderten die Herausgabe von Bargeld. Dabei erbeuteten sie einen vierstelligen Euro-Betrag.

"Ich dachte mir nur: 'Was ist denn das für ein Verrückter, der seinen Wagen so komisch abstellt?'", beschrieb ein Zeuge die Situation vor der Sparkasse an der Kirchhofgasse. Der Einheimische hatte in seinem Auto auf seine Frau, die sich in der Bank befand, gewartet. Ihm war kurz vor dem Überfall ein heller Opel mit eingeschalteter Warnblinkanlage aufgefallen. Das Fahrzeug parkte direkt vor dem Geldinstitut und stand auf der falschen Straßenseite.

"Plötzlich sind zwei maskierte und bewaffnete Personen aus der Sparkasse gekommen, ins Auto gesprungen und abgedüst", sagte der Mann. Der Vorfall ereignete sich gegen 9.15 Uhr. Keine 15 Minuten später war die Polizei schon vor Ort und leitete eine Großfahndung ein. Dank des Zeugen hatten die Beamten auch das komplette Schwandorfer Autokennzeichen des Autos. Wie sich später herausstellte, war es in der Nacht von Montag auf Dienstag im Moosbacher Ortsteil Saubersrieth von einem Fahrzeug abmontiert worden.

Offenbar hatten sich die Täter gut vorbereitet. Gegen 10 Uhr fanden Polizisten das Nummernschild. Es lag nach Auskunft von Pressesprecher Albert Brück vom Polizeipräsidium Oberpfalz "in einem Waldstück, das über den Waldlehrpfad zu erreichen ist". Neben den Kennzeichen entdeckten die Beamten dort auch noch Kleidung, "die man den Tätern zuordnen kann". Trotz der Großfahndung, in die auch ein Polizeihubschrauber, Beamte der Bundespolizei sowie tschechische Kollegen eingebunden waren, konnten die Täter bis zum späten Freitagnachmittag noch nicht gefasst werden.

Während des Überfalls hielten sich zwei Angestellte und eine Kundin in der Bank auf. Eine weitere Frau wollte, als die Räuber aus der Bank flüchteten, diese betreten. Alle blieben körperlich unverletzt. Die Täter bedrohten die Sparkassenmitarbeiter mit Pistolen. "Die Angestellten und Kundinnen muss ich loben. Sie haben sehr besonnen reagiert", erklärte Brück. Die genau Summe der Beute durfte der Oberkommissar aus "polizeitaktischen Gründen" nicht nennen, da es sich dabei um Täterwissen handle.

Das Fachkommissariat K 2 der Kriminalpolizeiinspektion übernahm noch in den Vormittagsstunden am Tatort die Sachbearbeitung. Unterstützung erhielten sie von der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Vohenstrauß und Spezialisten der Spurensicherung der Kripo Weiden.
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