"Musik ist mein Leben"

Das ist einer seiner Lieblingsplätze, wo man Alfred Wittmann auf seiner tschechischen "Delicia" beim Spielen öfter antrifft. Enkelin Anna ist ein großer Fan des Opas. Bild: es
Lokales
Tännesberg
28.08.2015
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Seine tschechische "Delicia" hat Alfred Wittmann fast immer in seinem Auto. Vor kurzem legte er auf einer OWV-Bank am Eingang des geologischen Lehrpfads eine Verschnaufpause ein und spielte mit dem Instrument munter drauf los.

Herbert König, der nicht weit weg davon wohnt, gesellte sich kurz darauf zu dem 76-jährigen Kleinschwander. Eine frische Halbe schlug der nicht aus. "Musik ist mein Leben", verrät er, um gleich wieder in die Tasten zu greifen.

Nach Gehör

Die ersten Griffe lernte er beim damaligen Musikmeister Josef Dobmeier in Tännesberg. Er spielt aber seitdem die Melodien nach Gehör. Am meisten freut es ihn, dass ihm die Menschen gerne zuhören. "Ich möchte ihnen mit meinem Spielen eine Freude machen", sagt der Landwirt, der auch heute noch seinen Sohn Martin bei der Arbeit unterstützt.

"Mit Musik geht im Leben einfach vieles leichter", behauptet der Hobbymusiker von sich, den man auf einem Bankerl oder einer Bank im Hof beim Spielen auf seiner "Delicia" öfter antrifft. "Da Alfred spielt wieder", heißt es dann im Dorf. "Draußen in der Natur spiel' ich noch lieber", meint der 76-Jährige. Ein großer Fan des Opas ist seine Enkelin Anna, die das Spielen an einer Heimorgel lernt. Ihr Musiklehrer Hans-Josef Völkl kommt dazu regelmäßig ins Haus. Auch bei Gottesdiensten in der Kirche hörte man sie schon mehrmals mit den Lang-Töchtern singen.

Am liebsten möchte sie nach dem Abschluss der Realschule einmal Landwirtin werden. Als der Opa zuletzt einige Tage verreist war, vermisste ihn am meisten seine Enkelin. In Gögging spielte er zum ersten Mal mit einem Akkordeon mit 120 Bässen im Vergleich zu seinem mit 72. Davon schwärmt er heute noch. Beim Musikantenstammtisch am Sonntag, 30. August, im Festzelt in Etzgersrieth zur Fahrzeugsegnung wird man den Alfred als Musiker auf der Bühne erleben. Der Senior singt seit zehn Jahren im Männergesangverein Pleystein mit. Das war auch die Initialzündung, wieder öfter zum Akkordeon zu greifen.

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