Nun doch höhere Gebühren

Lokales
Tännesberg
30.10.2014
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2012 hatte der Gemeinderat Erhöhungen der Wasser- und Abwassergebühren abgelehnt. 2009 bis 2011 sowie 2013 und 2014 entgingen der Kommune so etwa 250 000 Euro. Nun setzte die Regierung der Oberpfalz der Gemeinde das Messer auf die Brust.

Das Gremium stand in der Sitzung vor der Entscheidung: entweder Gebührenerhöhung oder der rückwirkende Verlust der Sonderzuweisungen für die Haushaltskonsolidierung von jährlich 50 000 Euro. Es war mäuschenstill im Rathaussaal, als Geschäftsleiter Josef Glas informierte: "Es sollte bei solchen Entscheidungen jeder wissen, was passieren kann, wenn er sich auf Kostenunterdeckungen einlässt." Denn jeder die Erhöhung ablehnende Gemeinderat könne für die finanziellen Schäden haftbar gemacht werden.

Zwei Gegenstimmen

Daher blieb den Männern und Frauen nichts anderes übrig, als den Gebührenerhöhungen zuzustimmen. Ab 1. Januar 2015 betragen die Wassergebühren 1,59 Euro pro Kubikmeter (bisher 1,46) und die Abwassergebühren 4,98 Euro pro Kubikmeter (bisher 4,66). Andreas Wurm und Thomas Bäuml imponierte das alles offenbar nicht, denn sie stimmten wie schon 2012 wieder gegen die Anhebung.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen den Abschluss eines Benutzungsvertrags für das Schulschwimmen der Grundschule. Auch die neue Badegebühr von 94,50 Euro pro 90 Minuten (bisher 85 Euro) akzeptieren die Räte einstimmig. Abgelehnt wurde der Antrag eines Tännesberger auf Querung der Nagelschmiedgasse mit einem zur Garage führenden Stromkabel. Auf dem Garagengrundstück stand früher ein Wohnhaus mit Stromanschluss. Dieser soll wieder verwendet werden.

Zwei Familien aus Kaufnitz beantragten eine Überprüfung der Abwassersituation. Bei starken Regengüssen gelange Abwasser aus der Kläranlage in ihre Fischteiche. Eine Lösung würde der Bau eines Regenrückhaltebeckens bringen. Hans Eckl wies auf Zuschussmöglichkeiten dafür hin. Auf Vorschlag von Hans-Peter Klünner soll zur Lösungsfindung erst eine Ortsbesichtigung mit dem Wasserwirtschaftsamt und den Beteiligten stattfinden.

Die gemeindliche Viehwaage in Tännesberg wird nicht mehr gebraucht. Sie verursacht nur noch Ausgaben. Im zweijährigen Turnus fallen zum Beispiel Eichkosten von 350 Euro an. Die Waage könnte deshalb verkauft und das Gebäude abgebrochen werden. Klünner sprach sich gegen einen Abriss aus, weil es sich dabei um ein Stück "Alttännesberg" handle. Nach längerer Diskussion entschied der Marktrat mit 8:1, dass Waage und Gebäude stehen bleiben. Der Unterhalt soll aber eingestellt werden.

Bürgerversammlung

Matthias Grundler fragte, ob die Ausschreibung für das neue Feuerwehrauto bereits erfolgte. Bürgermeister Max Völkl verneinte dies wegen des sehr komplizierten Verfahrens. Der Rathauschef informierte noch über die Bürgerversammlung am Dienstag, 4. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus "Binnerschreiner.
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