Räte gegen Facebook-Auftritt

Lokales
Tännesberg
12.11.2015
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Die Gemeinde Tännesberg sieht von einem Facebook-Auftritt ab. Die Räte stimmten gegen den Vorschlag von Bürgermeister Max Völkl. Stattdessen will man größeres Augenmerk auf die Internetseite der Kommune legen.

Völkl hatte im Vorfeld einen Auftritt im sozialen Netzwerk ausgeschlossen, bei dem jeder Außenstehende seinen Kommentar abgeben kann. "Da müsste den ganzen Tag jemand vom Rathauspersonal reinschauen und reagieren." Dann bringe das nichts, meinten die Räte Dr. Stefanie Kuchlbauer und Thomas Bäuml. Facebook diene der Werbung, wenn es dynamisch und aktiv betrieben wird. "Legen wir unser Augenmerk mehr auf unsere Homepage."

Nichts einzuwenden hatten die Gemeinderäte gegen die Aktualisierung des Netznutzungsvertrags Strom mit dem Bayernwerk. "Nur eine Formsache und keine Änderung von wichtigen Konditionen", beruhigte der Bürgermeister.

Marode Halle

Auch gegen den teilweisen Abbruch des Altbestands im nordwestlichen Bereich des Bauhofs an der Großenschwandner Straße 4 bestanden keine Einwendungen. Die Halle ist teilweise marode und brandgeschädigt. Die Abbruchkosten sind mit rund 15 000 Euro veranschlagt.

Im Dorferneuerungsverfahren kommen wichtige Entscheidungen auf Tännesberg zu. In der Sitzung des Amts für Ländliche Entwicklung am Donnerstag, 26. November, gehe es um die Auswahl des Planungsbüros. Einstimmig wurde beschlossen, dass dem Auswahlgremium die Gemeinderäte Hans Eckl, Matthias Grundler, Josef Hammerl, Hans-Peter Klünner und Bürgermeister Völkl angehören.

Keine Einwände hat die Gemeinde gegen die Wiederherstellung des offenen Verlaufs des Kaufnitzbachs durch die Zukunfts-Energie Nordoberpfalz (ZENO). Derzeit ist der Bach noch verrohrt. Auch im Schuljahr 2015/2016 können die 43 Grundschüler aus Tännesberg wieder das Hallenbad Moosbach zum Schulschwimmen besuchen. Der entsprechende Vertrag mit der Moosbacher Versorgungsgesellschaft mit einem Stundensatz von 79,44 Euro wurde einstimmig genehmigt.

Die Untere Naturschutzbehörde will rund 300 Quadratmeter Gemeindegrundstücke in den nächsten zehn Jahren betreuen und pflegen. Es handelt sich dabei um Weiherdämme oder Straßengräben. Kosten entstehen der Kommune nicht, so dass ein einstimmiger Beschluss zustande kam. Auch die Erweiterung der Wasserleitung im Gewerbegebiet um 72 Meter wurde beschlossen. Der Rathauschef erhielt den Auftrag, ein zweites Angebot einzuholen.

Bürger entlasten

Einen Antrag stellte am Sitzungsende Andreas Wurm. Danach sollen aus dem Solarparkgewinn jährlich 5000 Euro für die Quellsanierung hergenommen werden, um die Kostenüberschreitung von 50 000 Euro aufzufangen und den Bürger zu entlasten. Der Antrag wird zunächst von einem Juristen geprüft, erklärte der Bürgermeister.

Matthias Bartmann sprach das Flüchtlingsprojekt "Schuster" an. Einem Bericht im "Neuen Tag" zufolge hätte der Rohbau noch in diesem Jahr erstellt werden sollen. Völkl erklärte dazu, dass Markus Schuster noch nichts offiziell eingereicht habe. Schuster habe sich auch nicht mehr bei ihm gerührt, so wie dies vereinbart war.
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