Revierleiter und Forstwirte beteiligen sich am Flossenbürger Gesundheitstag
"Null-Unfälle-Strategie"

Die Gesamtleitung des zweiten Flossenbürger Gesundheitstags lag in den Händen von Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg der Bayerischen Staatsforsten (Vierter von links). Bild: es
Lokales
Tännesberg
17.06.2015
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Bei einem Arbeitsunfall zählt jede Minute. Beim zweiten Flossenbürger Gesundheitstag war Erste Hilfe eine der fünf Stationen im Tännesberger Forst, die sich alle der Vermeidung von Unfallgefahren bei der leichten Waldarbeit widmeten. "Wir fahren eine Null-Unfälle-Strategie", erklärte Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg der Bayerischen Staatsforsten. Die Fortbildung richtete sich an die Revierleiter und Forstwirte. Ingo Greim hatte das Programm zusammengestellt.

Elektrosägen sind auf dem Vormarsch. Sie eignen sich bisher nur zum Fällen von Bäumen mit einem Durchmesser von maximal zehn Zentimetern.

Alu-Sägen immer gefragter

Alu-Sägen könnten jetzt schon beim Bau von Hochsitzen und Zäunen sowie der Jungbestandspflege eingesetzt werden. Die Vorteile: weniger Vibration, keine Abgase, weniger Lärm und Wartungsarbeiten. Die hohen Anschaffungskosten und eine zu geringe Akku-Laufzeit seien die Nachteile.

Die Seilzugarbeit bei Bäumen übernehmen heute meist Harvester. Wenn aber kein Rücker in der Nähe ist, sollten Forstwirte dazu in der Lage sein. Ratschläge dafür gab Forstwirtschaftsmeister Michael Haberl. Eine Kraftverdoppelung beim Seilzug erleichtere das Pumpen.

Wie wichtig Gymnastikübungen in den Arbeitspausen sind, erfuhren die Teilnehmer an einer Station von Sportleiter Matthias Spickenreuther von der AOK. Beim Gesundheitstag wurden auch neue Geräte vorgestellt, wie eine Alu-Schiene, die für das Bandagieren nötig ist. Bösl erklärte, dass er mit der Anschaffung eines neuen Koffers für jeden Arbeitstrupp Vorreiter in Bayern sein will.
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