Tännesberger Jäger zählen statt 15 nur noch neun Vögel - Einige Rehe fallen Straßenverkehr zum ...
Bestand an Rebhühnern nimmt ab

Lokales
Tännesberg
19.03.2015
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Günther Balk zog in der Jagdversammlung am Dienstag im Hotel Wurzer nach seinem ersten Jahr als Jagdvorsteher eine positive Bilanz: "Alles lief in geordneten, ruhigen Bahnen." Ein Störmanöver im Jagdbogen von Rudi Wolf hatte sich im Einvernehmen regeln lassen. Der Jugendtreff in einer Hütte beschränkt sich nur noch auf donnerstags und sonntags.

Sehr gutes Verhältnis

Von einem sehr guten Verhältnis zwischen Gemeinde und der Jagdgenossenschaft berichtete zweiter Bürgermeister Hans-Peter Klünner, der auch den Mitjägern für die Beiträge zur Biodiversität dankte. Von den Vertragsschutzmaßnahmen profitierten die Kommune und die Landwirte, die gemeindeeigene Grundstücke bewirtschaften. Matthias Bartmann informierte über die Finanzen. Prüfer Josef Gieler bestätigte korrekte Buchführung. Für 2014 und 2015 wird der Jagdschilling überwiesen.

Dem Kassier sollten Änderungen bei den Grundstücken und Bankverbindungen mitgeteilt werden, außerdem die IBAN-Nummer. Über künftige Modalitäten einer Auszahlung müssen die Jagdgenossen im kommenden Jahr entscheiden. Die Jäger Klünner, Gerhard Schmid und Rudi Wolf berichteten über die Jagd in ihren Bögen und beklagten, dass auch im vergangenen Jahr wieder einige Rehe Opfer des Straßenverkehrs geworden seien.

Größere Schäden durch Wildschweine seien ausgeblieben, doch müsse man mit ihnen leben, schätzte Klünner die Lage realistisch ein. Vom Einsatz einer Nachtsichttechnik bei der Bejagung hielt Wolf nicht viel und verwies auf Auswirkungen in der Schweiz. Er sprach sich für mehr Treibjagden im Winter aus.

Bei Tierarzt Dr. Hubert Reindl in Moosbach könnten Schwarzkittel auf Bestrahlung überprüft werden. An einem Beispiel zeigte Schmid den langen Weg nach einem Schadensausgleich nach dem Bundesstrahlengesetz auf. Zu Dr. Reindl könnten auch Trichinenproben gebracht werden. Von 15 Rebhühnern wurden zuletzt nur noch 9 gezählt. "Schade, wenn das Rebhuhn wieder ausstirbt und all unsere Bemühungen umsonst waren", meinte Wolf.

Habicht großer Feind

Er wünschte sich mehr Deckungen für das Niederwild und machte außer Fuchs und Marder im Habicht, dem Vogel des Jahres, einen großen Feind der Rebhühner aus. Wie in Zukunft der Jagdschilling ausbezahlt werden soll, wollen die Jagdgenossen im nächsten Jahr beschließen. Seit dem vergangenen Jahr beträgt er 2 statt 5,50 Euro. Im Gegenzug verpflichteten sich die Jäger, für die Wildschäden aufzukommen.
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