Von Pestritter bis Pfalzgraf

Mitglieder des OWV Tännesberg verkörperten eine historische Pilgergruppe aus Wien, die 1690 wegen der Pferdepest nach Tännesberg gekommen war, um den heiligen Jodok anzurufen. Bild: bey
Lokales
Tännesberg
27.07.2015
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Eng aneinander erwarteten mehrere Tausend Zuschauer an den Tännesberger Straßen den farbenprächtigen Festzug zum St.-Jodok-Ritt. Unüberhörbar kündigten Trommelwirbel das Spektakel an, die Kolping-Fanfarengruppe gab ihre musikalischen Signale dazu.

Die Besucher ließen sich am Sonntagnachmittag beim unter strahlendem blauem, wolkenlosen Himmel von den über Hundert wunderschönen, geschmückten Pferden, ihren Reitern in historischen Kostümen, den Kutschen und Gespannen, Stelzenläufern, Fahnenschwenkern und Feuerspuckern sowie den vielen Fußgruppen begeistern. Die Zahl der Reitergruppen mit historischem Hintergrund war groß: Georgsritter, Martinsritter, Feuerreiter, Wappenritter, die Pestritter und der Pfalzgraf persönlich waren gekommen. Zwischendurch hüpfte durch die Zuschauer ein besonderes Gespann: Reiter und Pferd waren eins, der Mann hatte eine Wasserpistole und somit die Erfrischung für die Besucher dabei.

Beifallsstürme

Reitergruppen aus der Umgebung, die "Wiener Pilgerschaft", die ehrwürdigen Marktrichter, Vereine, Politiker und die Blaskapelle Gleiritsch ließen immer wieder Beifallsstürme aufkommen. Der Markt Eslarn mit einer großen Fußgruppe hatte auf einem Traktoranhänger ein Riesenfass Rebhuhnzoigl als Einladung zum Heimatfest mitgebracht.

Rund 90 Reiter, prächtig geschmückte Kutschen, eine symbolische Pilgergruppe aus Wien, die Markträte mit Bürgermeister Max Völkl in mittelalterlicher Kleidung, viele Ehrengäste, Vereine und Organisationen zogen von der Ortsmitte zur St.-Jodok-Kapelle. Bilder von Walter Beyerlein
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