Weitere Hilfe vom Staat

Lokales
Tännesberg
05.12.2014
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Eine Photovoltaikanlage in der Kläranlage Tännesberg könnte für die Nutzung von Eigenstrom wirtschaftlich sein. Dies soll eine Machbarkeitsstudie ergeben.

In der Marktratssitzung fielen zwei der zehn Tagesordnungspunkte aus. Grund: Die Verwaltung war mit den Vorarbeiten für die Friedhofssatzung nicht fertig geworden. Eingangs freute sich Bürgermeister Max Völkl über die weitere Stabilisierungshilfe des Freistaats von 100 000 Euro zur Konsolidierung des Haushalts. Er bat die Räte, den eingeschlagenen Weg der Einsparungen weiter zu gehen.

Die Feuerwehr Großenschwand hatte die Ersatzbeschaffung einer Tragkraftspritze beantragt. Für das alte, 48 Jahre alte Gerät gebe es keine Ersatzteile mehr. Die Firma Ludwig aus Bindlach erhielt den Auftrag. Kosten: 13 019 Euro. Nach Abzug des Staatszuschusses und der Beteiligung der Wehr bleiben noch 8500 Euro an der Gemeinde hängen.

Personensuche erleichtern

Den Kauf einer Wärmebildkamera für 8000 Euro wünschte die Feuerwehr Tännesberg. Damit werde das Einsatzspektrum der Wehr beträchtlich erweitert, erklärten die Feuerwehrleute im Antrag. Verbessert werden auch die Personenrettung, die Erstbegutachtung von Bränden, der Eigenschutz der Feuerwehrleute und die nächtliche Suche nach Personen. Die Markträte konnten nicht Nein sagen, weil der Gemeindehaushalt durch die Anschaffung nicht belastet wird. Die Gesamtkosten werden durch Zuschüsse und Spenden aufgebracht.

Zufahrt zum Ärztehaus

Weiter ging es um die Zufahrt zum Ärztehaus am Amselsteig. Besonders Räum- und Müllfahrzeuge haben ihre liebe Not beim Umkehren. Da es sich um eine Sackgasse handelt, schlug die Ärztin einen Wendehammer vor. Völkl bezifferte die Kosten dafür mit 8930 Euro. Die Frage von Wolfgang Nicklas nach Umlegung auf die Anlieger verneinte der Rathauschef. "Seien wir froh, dass wir endlich wieder eine Arztpraxis haben. Bislang wurde in ähnlichen Fällen nichts verlangt."

"Wir können doch nicht nach Barmherzigkeit abrechnen und müssen es in Zukunft dann mit allen Straßen so machen", hielt Nicklas entgegen. Mit einer Gegenstimme vergab das Gremium die Bauarbeiten an die Firma Hartinger aus Kleinschwand für 8930 Euro. Ob eine Photovoltaikanlage in der Kläranlage Tännesberg für die Nutzung von Eigenstrom wirtschaftlich ist, soll eine Machbarkeitsstudie ergeben. Tatsache ist aber jetzt schon, dass die in der Kläranlage benötigten 50 000 Kilowattstunden nicht vollständig mit Sonnenstrom abgedeckt werden können. Zunächst sollen Angebote eingeholt werden.

Der Markt will einen Energienutzungsplan erstellen lassen. Der Zuschuss dafür liegt bei 70 Prozent. Angebote liegen zwischen 11 034 bis 47 219 Euro. Die Gemeinderäte beschlossen, den Zuschussantrag auf Grundlage der drei wirtschaftlichsten Bieter zu stellen.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen eine Rodungserlaubnis für Elisabeth Seegerer für ihr an der Straße nach Trausnitz gelegenes Grundstück. Aus dem Wald soll wieder eine Wiese werden.

Schärfer durchgreifen

Nicklas wünschte sich schließlich noch ein schärferes Durchgreifen bis hin zum Bußgeldbescheid bei wildem Plakatieren. Bürgermeister Völkl dankte am Ende allen Räten für die gute Zusammenarbeit und lud zur Weihnachtsfeier am Donnerstag, 11. Dezember, um 19.30 Uhr ein.
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