Weniger Licht für Kirche

Lokales
Tännesberg
04.04.2015
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Wegen des Konsolidierungskonzepts muss die Gemeinde weiterhin freiwillige Leistungen einschränken. Dies wurde in der Marktratssitzung deutlich.

Dadurch will der Markt die Vorgaben der Regierung für den Haushalt erfüllen. Dies bedeute nicht nur den Verzicht auf Neueinstellungen und einen Abbau von Schulden, machte Bürgermeister Max Völkl deutlich. Auch die Einschaltzeiten der Kirchen-Beleuchtung soll heuer reduziert, der Zuschuss zum Jodok-Ritt gekürzt und die Kinderspielplätze nicht aufgewertet werden.

Keine Neuverschuldung

Nicht davon betroffen sei der Platz am Beginn des geologischen Lehrpfads. Im Beschluss verankerten die Räte zusätzlich ihren Willen, nur noch die Pflege des Schulsportplatzes zu übernehmen und keine Neuverschuldung zu verursachen.

Das Schulamt Neustadt suchte wegen der geplanten Schließung der Mittelschule Moosbach Kontakt mit dem Markt. "Ein Schreiben, auf das wir schon lange gewartet haben", sagte der Rathauschef. Darin war vermerkt, dass bei einer fehlenden Stellungnahme Einverständnis mit der Schließung unterstellt werde. Die Markträte sprachen sich aber einstimmig dagegen aus, um der jetzigen achten Klasse noch die Möglichkeit zu geben, in Moosbach auch für das letzte Jahr zu bleiben. Erst die nächsten Jahrgänge sollen nach Vohenstrauß geschickt werden.

Mit Kosten von sechs bis sieben Millionen Euro wird der Hochspeicher bei der Kainzmühle saniert. Die Arbeiten seien auf rund vier Monate Bauzeit angelegt. Auf fast 5000 Euro jährlich steigt das Entgelt für die Betriebsleitung und Geschäftsführung für den Körperschaftswald des Marktes.

Die Änderungen der Satzungen für die öffentlichen Entwässerungseinrichtungen Tännesberg, Großenschwand, Kleinschwand und Pilchau beruhten auf der neuesten Rechtsprechung. Neu zu regeln galt es die Kostenverteilung bei eventuellen Probeentnahmen von eingeleiteten Abwässern. Das Fahrzeug des Wasserwarts bedarf eines Ersatzes. Völkl bat die Markträte, ihm bei der Suche nach einem neuen Allradauto zu unterstützen.

Umweltministerin kommt

Für die Sanierung der Wallfahrtskirche St. Jodok waren die Ratsherren um ihre Stellungnahme nach dem Denkmalschutzgesetz gefragt. Einstimmig fiel die Entscheidung des Marktrats hierzu aus. Gleiches galt für den geplanten Abbruch des Anwesens Berggasse 2 in unmittelbarer Nähe des Ortskerns. Der Bürgermeister kommentierte die Entscheidung: "Bevor das Anwesen noch 20 oder 30 Jahre so da steht und zusammenfällt, ist mir dieser Weg lieber." Zudem verkündete er, dass die bayerische Umweltministerin, Ulrike Scharf, am Mittwoch, 3. Juni - ein Tag vor Fronleichnam - zu einem Informationsbesuch in die Gemeinde kommt.
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