Wohin nach der Grundschule?

Lokales
Tännesberg
15.01.2015
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In welche Bildungseinrichtung gehen die Kinder ab September 2015? Nach Moosbach nicht mehr. Nach Pleystein weniger, eher nach Vohenstrauß oder gar nach Oberviechtach?

Der Markt Moosbach hat Antrag bei der Regierung gestellt, den Schulsprengel für die Haupt- und Mittelschule aufzulösen. Grund dafür sind sinkende Schülerzahlen. Für Tännesberg, das sich in diesem Verbund befindet, heißt dies, dass die Zusammenarbeit beendet ist und man sich neu orientieren muss, falls die Regierung dem Moosbacher Vorhaben zustimmt,

Dies ist die Vorgeschichte, über die Bürgermeister Max Völkl in der Gemeinderatssitzung informierte. Mitgeteilt wurde ihm das bei einem Treffen am 17. Dezember in Vohenstrauß mit den Bürgermeistern und Schulleitern der beteiligten Gemeinden. "Wir müssen uns dann anders orientieren", sagte der Gemeindechef. Möglich wären die Haupt- und Mittelschulen in Pleystein, Vohenstrauß und sogar Oberviechtach. In Pleystein liege die Schulumlage bei 2600 Euro pro Schüler, in Oberviechtach bei 2215 Euro und in Vohenstrauß bei 1470 Euro. Pleystein sei nicht nur teuer, sondern auch die Busverbindung nicht gut, merkte Völkl an. In Oberviechtach müsste man dem Schulverband beitreten. Vohenstrauß habe keinen Schulverband, was bedeute, dass man auch kein Mitspracherecht habe. Das Schulangebot sei in Vohenstrauß und Oberviechtach gleich. Dies sei der Sachstand.

Meinung der Eltern wichtig

An die Eltern der betroffenen Schüler seien bereits Schreiben gegangen. Sie könnten sich äußern, was sie für gut finden. "Die Meinung der Eltern ist für uns eine Entscheidungsgrundlage, wenn es soweit ist", versprach Völkl. Aus dem Gemeinderat heraus kam die Anregung, auch die Eltern der Grundschule und des Kindergartens einzubeziehen, weil diese ja in Zukunft auch betroffen seien. Dies werde man so handhaben.

Wolfgang Niklas monierte, dass im Anschreiben an die Eltern Informationsabende an den Schulen in Pleystein, Vohenstrauß und Oberviechtach angeboten würden, diese aber zu kurzfristig terminiert seien. "Wir haben jederzeit als Gemeinderat die Möglichkeit, uns an den Schulen zu informieren und das auch in einer eigenen Elternversammlung weiterzugeben", merkte Völkl an. Zuerst heiße es aber, abzuwarten, was die Regierung entscheidet.

Wasserleitung überbaut

Die Ortsvermessung in Kleinschwand brachte ans Tageslicht, dass auf Flurnummer 29 die auf Gemeindegrund verlegte Wasserleitung mit einer Gabionenmauer überbaut ist. Weiterhin ist das auf Flurnummer 144 an der Straße nach Böhmischbruck der Fall, wo ein Holzhäuschen zum Teil auf Gemeindegrund und der darunter liegenden Wasserleitung steht.

Es gibt zwei Möglichkeiten, informierte Völkl. Entweder den Rückbau beider Bauwerke - oder sie stehen lassen mit einer Vereinbarung. Diese beinhalte, dass beide Bauwerke abzubauen sind, wenn man an die Wasserleitung heran müsse. Die Gemeinde könne sie auch selbst abbauen, die Kosten trage der Grundstückseigner.

Völkl war für den zweiten Vorschlag, Marktrat Niklas für den ersten, weil sich die Verursacher nach seinen Worten bewusst waren, dass sie die Wasserleitung überbauen. "Wenn wir das tolerieren, setzen wir ein Zeichen, zumal in der Vergangenheit auch schon anders gehandelt wurde." Das sei Ungleichbehandlung, sagte Niklas. Mit 9:4 Stimmen entschied sich der Gemeinderat für eine Vereinbarung mit beiden Grundstückseignern.

Die Gemeinde hat vor einiger Zeit Windkraftflächen gemeldet, die sich im Naturparkgebiet befinden, und zwar im Bereich Kleinschwand, Voitsberg und Woppenrieth. Der Rathauschef trug ein Schreiben der Naturparkverwaltung vor, in dem angefragt wird, ob der Markt weiter an diesen Flächen festhalten möchte. "Daran festhalten", war das einstimmige Votum des Gremiums.

Feuerwehrauto: Angebote

Positiv beschieden wurde die Voranfrage von Karl und Birgit Ebnet auf Bau eines Geräteschuppens auf dem Grundstück Flurnummer 1153/4. Das Einvernehmen wurde auch dem Antrag von Thomas Bartmann auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungplanes "Auf der Trath II" für ein Einfamilienhaus mit Garage erteilt. Es geht hier um die Änderung der Giebelrichtung. Zum Neukauf des Feuerwehrautos informierte Völkl dahingehend, dass die Ausschreibung abgeschlossen ist. Firmen können nun Angebote abgeben, da es sich um ein Bieterverfahren handelt.
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