Zimmerer werben in Schulen

Die Unfallhäufigkeit hat trotz gestiegener Arbeitnehmerzahlen nachgelassen. Wir bleiben an diesem Thema dran.
Lokales
Tännesberg
26.01.2015
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Im Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel gehen die Zimmerer in die Offensive. In Tännesberg besprachen die Meister das Konzept eines Münchener Architekten.

In Text und Bild der Unterrichtsmaterialien für Schüler der Sekundarstufe I in den Mittel- und Realschulen wird das Zimmererhandwerk als sinnvoller und schöner Beruf dargestellt. Architekt Günter Hartmann aus München stellte die Hilfe zur Berufsorientierung vor. Enthalten sind die beruflichen Möglichkeiten nach einer abgeschlossenen Ausbildung. Azubis, die darin zu Wort kommen, erleben den Holzbau als leistungsfähig. Er umfasse mehr,, als nur das Bauen eines Dachstuhls.

Absichern sei besser als abzustürzen, sagte Bezirksvorsitzender Thomas Deß. Die Anwesenheit von Frauen in der Zusammenkunft wertete Andrea Deß als einen Erfolg der Arbeit im Fachbereich Unternehmerfrauen. Bürgermeister Max Völkl, selbst von Beruf Zimmermeister, sprach das nachhaltige Wirtschaften in der Bayerischen Modellgemeinde Biodiversität Tännesberg an.

Positive Entwicklung

Präsident Peter Aicher bezeichnete die Präventionskampagne zur Unfallverhütung als großen Erfolg. "Die Unfallhäufigkeit hat trotz gestiegener Arbeitnehmerzahlen nachgelassen. Wir bleiben an diesem Thema dran." In der Energiewende und im Klimaschutz plädierte er für einen goldenen Mittelweg. Ressourcen sollten beim Holzbau verantwortungsvoll genutzt, Um- und Neubau gleich gesetzt werden. "Unser Motto für 2015 heißt 'Bauen mit Holz - Lösungen für Generationen'."

Rechtsanwalt Harm Plesch aus München referierte über eine gemeinsame Auftragsabwicklung in Zeiten des Fachkräftemangels. "Sie setzt gegenseitiges Vertrauen voraus." Im Sinne eines Abbaus von Bürokratie seien die Aufzeichnungspflichten beim Mindestlohngesetz nicht. Ohne Blick auf die Praxis sei es schlecht gemacht worden.

Über baurechtliche Vorgaben bei Schneeschutzsystemen und einer nachträglichen Wärmedämmung klärte Martin Paul Gorchs aus der Landeshauptstadt auf. Erstere bestehen aus einem Schneefang und einem Schneehaltsystem und sollten von den Zimmermeistern bei einer Ausschreibung angeboten werden. Bei einer Nichtberücksichtigung empfahl er, lieber auf den Auftrag zu verzichten.

Auf das neue Dachdeckerregelwerk "Holz und Holzwerkstoffe" ging Zimmermeister Andreas Kraft aus München näher ein. "Ohne eine gut gepflegte Homepage geht es auch im Zimmerhandwerk nicht." Alexander Kirst aus München bezeichnete die neue LIV-Homepage als eine "super Sache" und gab handwerkliche Hinweise für die Alltagsarbeit.

Engagement für Verband

Mit der "Silbernen Ehrennadel" des Verbandes wurde Johann Fischer aus Schmidmühlen, Obermeister der Zimmerer-Innung Schwandorf, ausgezeichnet. In seiner Laudatio zeichnete Aicher, Präsident des Landesinnungs-Verbandes des Bayerischen Zimmerhandwerks, den beruflichen Weg und die Lebensleistung des Trägers der Ehrennadel nach. Dieser hatte mit zwei Brüdern das Sägewerk vom Vater übernommen und sich Zeit genommen für die Verbandsarbeit in der Innung und sich damit einen Namen gemacht.
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