Marktrat Tännesberg
Bursweiher soll Ruhezone bleiben

Politik
Tännesberg
05.02.2016
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Die Auflösung der Sparkassenfiliale stieß den Gemeinderäten sauer auf. Bürgermeister Max Völkl sah die Maßnahme als nicht richtig an. Außerdem bemängelte er die Informationspolitik. "Alles war versucht worden und nichts half", bedauerte Völkl. Von einer mobilen Geschäftsstelle auf dem Parkplatz vor der Schule hielt das Gremium nicht viel. Wolfgang Nicklas forderte wenigstens einen Kontoauszugdrucker.

Völkl wies auf den Probebetrieb neuer und energiesparender Straßenlampen am Kircheneingang und im Baugebiet "Lacherweg" hin. Er bat, sich diese Leuchten anzusehen. Nichts einzuwenden hatten die Räte gegen das Bauvorhaben von Thomas und Julia Braun in Tännesberg (Ausbau des Dachgeschosses) und von Karl und Elisabeth Diermeier aus Tännesberg (Errichtung eines Stellplatzes). Der Überbau (etwa 24 Quadratmeter) müsse durch einen Pachtvertrag geregelt werden.

Einstimmig genehmigte das Gremium auch der Bauantrag der Kommune zur Aufstellung einer 21 mal 20 Meter großen Stahlhalle auf dem Bauhofgelände. Die alte wird abgerissen. Der 420 Quadratmeter große und freitragende Neubau wird rund 180 000 Euro kosten. Das Dach ist auch zur Installation einer Photovoltaikanlage geeignet. Die Gemeinde plant am Eingang zum Geologischen Lehrpfad einen Mehrgenerationenpark (Spielplatz für Jung und Alt) und will dafür Fördermittel aus dem Leader-Projekt beantragen. Den Planungsauftrag erhielt die Firma Landimpuls, Regensburg.

Räte skeptisch


Außerdem ging es um die grundlegende Entscheidung, ob die Freizeitanlage Bursweiher auch für private Veranstaltungen (eventuell mit Zelt, Pavillon und WC-Haus) freigegeben werden soll. Die Räte waren skeptisch. Auch die versicherungsrechtliche Frage wurde angesprochen. "Mit Vereinen hat das funktioniert. Wo ist da der Unterschied?", fragte Bernhard Walter. Veranstaltungen der Vereine spielten sich tagsüber ab, private Veranstaltungen dagegen dauerten bis weit in die Nacht hinein. Mit 11:1 Stimmen beschloss das Gremium, private Veranstaltungen auf dem Gelände nicht zuzulassen.

Andreas Wurm hatte vor einiger Zeit beantragt, dass das Kommunalunternehmen Tännesberg angewiesen wird, eine Gewinnausschüttung von 5000 Euro jährlich an die Wasserversorgung Tännesberg zur Finanzierung der Mehrkosten für die Quellsanierung zu leisten. Dadurch sollten die Gebührenzahler entlastet werden.

Dem machte nun das Landratsamt einen dicken Strich durch die Rechnung. "Fremde Mittel dürfen in die Wasser-Gebührenkalkulation nicht einfließen." Mit 11:0 Stimmen und einer Enthaltung lehnten die Räte den Antrag ab.

Frostschäden abwarten


Matthias Grundler erinnerte den Bürgermeister an den Ortstermin des Gemeinderats in der Schule. Völkl stellte zuvor die Vorlage eines Sanierungsprojekts in Aussicht. Außerdem sprach Grundler die Prioritätenliste für die Straßensanierungen an. "Da müsse man erst die eventuelle Frostschäden an den Straßen abwarten", erwiderte der Rathauschef.

Nicklas sprach den engen Veranstaltungskalender in der Schulturnhalle im Winter an. Ein Physiotherapeut suchte vergeblich einen Termin. Völkl empfahl den Interessenten, sich an ihn zu wenden. Das Gemeindeoberhaupt gab außerdem bekannt, dass der neue Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Marc Rupprecht, am Montag, 15. Februar, seinen Dienst antrete.
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