Fußball
Euphorie soll Tännesberg tragen

Sport
Tännesberg
02.06.2016
219
0

Das Aufstiegsmärchen hält beim TSV Tännesberg noch alle gefangen. Den Sprung in die Bezirksliga haben noch nicht alle wirklich realisiert. Doch schon müssen die Verantwortlichen an die Zukunft denken, gilt es doch, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte auszubauen.

Zu Saisonbeginn hatten die Verantwortlichen beim Kreisligisten alles andere im Kopf als den Aufstieg. Zunächst galt es, mit einem neuen Trainer und etlichen Umstellungen im Kader eine möglichst sorgenfreie Saison hinzulegen. Doch schon bald kristallisierte sich heraus, dass in Tännesberg fußballerisch etwas bBesonderes heranwächst. "Ich habe zuerst die Spielweise geändert und das Miteinander gefördert. Auch mussten sich die Spieler an ein härteres Training gewöhnen", gibt Trainer Hans-Jürgen Linge Einblicke in seine Anfangsarbeit beim TSV. "Wir haben im August in Rötz für lange Zeit das letzte Spiel verloren und schon damals war mit klar, zu was diese Mannschaft fähig ist", so Linge weiter. Er schwärmt auch vom Trainingslager in Kroatien, das neben der Kondition den Teamgeist enorm förderte.

Angetan ist er immer noch vom Entscheidungsspiel gegen Furth. "Gegen den Favoriten haben wir ein Klassespiel geliefert", freut er sich. Allerdings war seiner Meinung nach diese Klasseleistung im zweiten Spiel gegen den SV Freudenberg fast eine zu hohe Bürde, denn plötzlich mussten seine Spieler mit der Favoritenrolle auskommen. Doch die TSV-Elf präsentierte sich vor allem psychisch auf der Höhe, als sie im Elfmeterschießen den Aufstieg perfekt machte. Der Coach hat vor seiner jungen Mannschaft mit den drei tschechischen Routiniers viel Respekt, warnt aber gleich vor den neuen Aufgaben in der Bezirksliga. "Die Mannschaft bleibt zusammen. Um aber breiter aufgestellt zu sein, sind wir fleißig am Suchen von Verstärkungen". Einzig auf seinen Torwarttrainer Kurt Kneißl muss er verzichten.

"Wir wollen schönen Fußball spielen und mit unserer Heimstärke den Klassenerhalt erarbeiten. Wir freuen uns auf viele reizvolle Spiele und wollen die Euphorie mitnehmen", meint Linge. In knapp zwei Monaten geht es für den TSV in der Bezirksliga um die ersten Punkte.

Aus dem Häuschen ist auch noch Kapitän Roland Ludescher, der in seinem zweiten Jahr beim TSV Tännesberg gleich dieses Aufstiegserlebnis genießen durfte. "Ich bin immer noch total überwältigt", gesteht der gebürtige Neunburger. "Niemand im Verein hat mit diesem Triumph gerechnet. Aber wir haben die ganze Saison über konstante Leistungen gezeigt und uns dabei vom Außenseiter zum Aufsteiger gesteigert", freut sich Ludescher über seinen ersten persönlichen Aufstieg.

Ähnlich ergeht es Abteilungsleiter Sven Stock, der seine erste Mannschaft irgendwo im Mittelfeld der Kreisliga einordnete. "Mit der Vizemeisterschaft war sowieso schon mehr erreicht, als wir uns je vorgestellt hatten. Deshalb konnten wir ohne Druck in die Entscheidungsspiele gehen. Alle weiteren Erfolge galten als Zuckerl. Nur gegen Freudenberg war es dann anders, denn jetzt hatten wir ein Ziel vor Augen, das sich durchaus realisieren ließ", beschreibt Stock die letzten Wochen. Und sofort begannen die Planungen für die Bezirksliga, die seiner Meinung nach noch mehr Derbys bringt, als die Kreisliga. "Ich glaube, dass uns dieses Abenteuer weiter anspornt mit dem Klassenerhalt als einziges Ziel."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.