Architekten stellen Baußmaßnahmen an Wallfahrtskirche St. Jodok vor
Sanierung in zwei Abschnitten

"Wenn alles nach Plan verläuft, ist die Außensanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen." Zitat: Architekt Hubert Liebl
Vermischtes
Tännesberg
07.07.2016
25
0

Für die Renovierung der Wallfahrtskirche St. Jodok sind zwei Bauabschnitte vorgesehen. In einer Pfarrversammlung stellten die Architekten am Dienstag die Maßnahmen vor.

"Wenn alles nach Plan verläuft, ist die Außensanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen", sagte Liebl. Dafür fallen Gesamtkosten in Höhe von 690 800 Euro an. Mit Zuschüssen von jeweils 50 000 Euro rechnet man vom Landesamt für Denkmalpflege und der Landesstiftung, außerdem mit 310 000 Euro von der Bischöflichen Finanzkammer Regensburg. Als Eigenanteil verbleiben danach noch rund 280 000 Euro.

Bestandsaufnahme


Bei ihren detaillierten Ausführungen hatten abwechselnd die beiden Architekten die Besucher von Beginn im November 2014 bis heute mitgenommen. Kirchenpflegerin Diana Völkl musste Pfarrer Wilhelm Bauer krankheitsbedingt entschuldigen.

Da selbst im Staatsarchiv in Amberg keine Pläne zur Verfügung standen, musste für eine Bestandsaufnahme zuerst alles vermessen werden. In einer anschaulichen Bauschadensdokumentation mit genauen Beschreibungen, Erklärungen und geplanten Maßnahmen konnten sich die Besucher ein Bild von den Schäden im Außen- und Innenbereich der Wallfahrtskirche machen.

Nach Architekt Liebl müsse es das Ziel sein, die Feuchtigkeit vom Gotteshaus wegzubringen. Mit einer um die Kirche angelegten Betonschale im Jahr 1975 habe man das Gegenteil bewirkt. Sechs Schürfungen im Außen- und Innenbereich hätten aufschlussreiche Erkenntnisse geliefert.

Über den Dachstuhl in einem relativ guten Zustand aus der Bauzeit informierte Architekt Plaß. In die Bestandsdokumentation seien die Ergebnisse der Statiker und der Schadstoffgutachter eingeflossen. An den Stellen, an denen das Holz auf das Mauerwerk trifft, sei eine starke Braunfäule an der Mauerschwelle festgestellt worden.

Dachstuhl solide


Der Dachstuhl mit Ausnahme des Chorbereiches sei solide und weise die üblichen Schäden auf. An einem Beispiel zeigte Plaß, wie defekte Teile von Balken durch neue Stücke ausgetauscht wurden. Asbesthaltiger Kunstschiefer auf dem Dach werde durch Naturschiefer ersetzt. Verwendete Baumaterialien und Handwerkskunst sollen nach Abschluss der Renovierung eine Langlebigkeit gewährleisten. Vor Beginn der Innensanierung im Jahr 2017 wird zu einer Informationsversammlung eingeladen.

Wenn alles nach Plan verläuft, ist die Außensanierung bis Ende des Jahres abgeschlossen.Architekt Hubert Liebl
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.