Aufatmen in Großenschwand
Kriegerverein lebt weiter

Hubert Schönberger (vorne, Zweiter von rechts) ist neuer Vorsitzende des Kriegervereins Großenschwand. Kreisvorsitzender Richard Berger (vorne, links) und Bürgermeister Max Völkl (hinten, Zweiter von links) freuten sich über die Wiederbelebung. Bild: es
Vermischtes
Tännesberg
02.02.2016
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Aufatmen beim Kriegerverein Großenschwand: Seit 2002 existierte der 1928 gegründete Traditionsverein nur noch auf dem Papier - ohne Aktivitäten und Generalversammlungen. Nun gab es einen Neuanfang.

Großenschwand. Die Vorstandswahl war jedoch nicht einfach. Nachdem Hubert Schönberger die Wahl zum Vorsitzenden angenommen hatte, glaubten alle an einen harmonischen Ablauf. Bei der Bestimmung seines Stellvertreters kam der aber ins Stottern.

Mit Engelszungen


Bürgermeister Max Völkl redete bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden, ein Amt ohne nennenswerten Aufgabenbereich, mit Engelszungen - ohne Erfolg. Jüngere Mitglieder wurden ins Spiel gebracht. "Die bringen sich ohnehin bei der Feuerwehr und Landjugend ein", sah der Chef der Feuerwehr, Karl Kraus, darin keine gute Lösung.

"Warum soll man dann den Verein aufrechterhalten, wenn niemand von den Mitgliedern bereit ist, für den zweiten Vorsitzenden zu kandidieren?", brachte es Völkl auf den Punkt. Das war eine Initialzündung. Der langjährige Kassier Hans Schönberger löste den Knoten und erklärte sich bereit, das Amt des Stellvertreters zu übernehmen. Die Kassengeschäfte nahm Andres Schönberger in die Hand. Von Hubert Liebl lag die Zusage vor, sich um das Schriftliche zu kümmern. Als Beisitzer fungieren Michael Stubenvoll, Josef Haneder, Wilfried Schlosser und Leon Hammer, auch in Zukunft Fahnenträger. Kassenprüfer sind Alfred Rößler und Hans Kick. Hubert Schönberger, dem diese Wiederbelebung ausschließlich zu verdanken ist, konnte wieder lachen. Namentlich führte er außerdem alle seit 2002 verstorbenen Mitglieder auf. Er verlas auch das Protokoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 16. November. Damals gelang es ihm, fünf neue Mitglieder zu gewinnen. Optimismus kam wieder auf. Für Hans Schönberger war es sein letzter Kassenbericht. "Im Vergleich zu anderen Vereinen schaut es um den aktuellen Bestand nicht gerade rosig aus."

Kreisvorsitzender Richard Berger aus Pleystein und Bürgermeister Völkl freuten sich ebenfalls sehr, dass der ehemals aktive Kriegerverein wieder auf gesunden Füßen stehe. Beide sicherten ihre Unterstützung zu. Völkl machte eine persönliche Geldspende locker: "Bei der Sanierung des Kriegerdenkmals könnt ihr auf die Gemeinde zukommen." Bei der von ihm vorgeschlagenen Anhebung des Jahresbeitrags von 8 auf 15 Euro zogen die Mitglieder allerdings nicht mit. Sie votierten für 12 Euro. Als Zwischenlösung wird der Vereinsschrank vorerst im Feuerwehrhaus eine Bleibe finden.
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