Bürgerversammlung in Tännesberg
Dorferneuerung kann kommen

Mit 50 Teilnehmern war die Bürgerversammlung des Markts Tännesberg hervorragend besucht. Bild: fz
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Tännesberg
18.12.2015
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hat grünes Licht für die Dorferneuerung erhalten. Für Bürgermeister Max Völkl ist dabei die Straßensanierung die größte Aufgabe der Gemeinde.

Zur Bürgerversammlung waren 50 Zuhörer ins Sporthotel "Post" gekommen. Völkl berichtete über einen stabilen Einwohnerstand mit 1459 Tännesbergern (im Vorjahr 1460). Heuer gab es bisher 13 Geburten und 17 Todesfälle. Für die Dorferneuerung seien 57 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt.

Ende 2015 schuldenfrei


Weiterhin ging der Rathauschef auf die Änderung des Schulsprengels ein. In Tännesberg sind 44 Kinder und 23 in Vohenstrauß. Für das gesamte Schulwesen gibt die Gemeinde 154 000 Euro aus und für den Kindergarten, der Kinder ab einem Jahr aufnimmt, 117 000 Euro. Hier trägt die Gemeinde 80 Prozent des Betriebskostendefizits und den Kindergartenbus. Die Renovierung der Schulturnhalle kostete bisher 70 000 Euro. Bei der Fortführung versucht die Kommune, ins Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) zu kommen. Die Konsolidierungsphase, in der sich die Gemeinde befindet, läuft fünf Jahre. Heuer habe es zwar keine Zuweisung gegeben, jedoch hat Tännesberg die bisherigen Strukturhilfen in die Schuldentilgung verwendet. "So werden wir Ende des Jahres schuldenfrei sein", sagte Völkl. Um in diesem Förderprogramm zu bleiben, war die Neukalkulation der Gebühren notwendig. Erfreulich sei, dass bis auf die Friedhofsgebühren beim Wasser und Abwasser Senkungen herauskamen.

Völkl sprach weiter die Umbauten der Kläranlage Kleinschwand an. Er könne sich vorstellen, diese mit Tännesberg rechnerisch zu einer Versorgungseinheit zusammenzulegen. Alleine an Gebühren nimmt die Gemeinde 500 000 Euro ein. Der Bürgermeister informierte auch über den Winterdienst, bei dem 68 Kilometer zu räumen und zu streuen seien. Dafür fielen Kosten von 25 000 Euro an. Außerdem erwähnte er die große Anschaffung eines Feuerwehrautos für 358 000 Euro mit einer Förderung von 125 000 Euro.

Platz für Generationen


Weiter verwies der Gemeindechef darauf, dass der Bauhof viel in Eigenregie und ohne Fremdfirmen mache. Die Kommune sei zudem dabei, ein Spielplatzkonzept umzusetzen. Es soll eine Art Platz für Generationen mit Kosten von 112 000 Euro werden. Die Leaderförderung sei beantragt und könnte bei 60 Prozent liegen.

Der Breitbandausbau geht in die zweite Phase, am Montag ist die Angebotseröffnung. Die Gesamtkosten betragen 760 000 Euro mit dem Gemeindeanteil von 125 000 Euro. Das 2012 gegründete Kommunalunternehmen hat einen Darlehensstand von 3,8 Millionen Euro und für heuer einen Gewinn von 95 000 Euro. Tännesberg ist Biodiversitätsgemeinde, und die Maßnahmen bringen nicht nur eine Kostenersparnis. "Die Auszeichnung ist auch ein großer Werbefaktor." Am Schluss seiner Ausführungen hob Völkl die Leistungen der Vereine positiv heraus.

Anfragen der BürgerSchriftliche Anträge waren nicht eingegangen, aber sechs Wortmeldungen gab es in der Bürgerversammlung. "Wenn wir satzungsmäßig die Kläranlagen Kleinschwand und Tännesberg zusammenlegen, subventionieren die Tännesberger nicht dann Kleinschwand?", wollte ein Bürger wissen. Das sei weniger der Fall, aber die Streitigkeiten bei den Gebührenunterschieden wären aus der Welt, antwortete Bürgermeister Max Völkl.

"Ich sehe immer öfters Kanalsanierungsfirmen im Ort. Wird sich überhaupt mit der Kanalsanierung beschäftigt?", fragte ein anderer. "Wir haben mit Sicherheit Schadstellen und es gibt Handlungsbedarf", bestätigte der Gemeindechef.

Angesprochen wurde, dass es Gemeinden gibt, in denen die Kanalgebühren gesplittet werden. VG-Geschäftsstellenleiter Josef Glas informierte, dass dies bei großen Flächen, wo wenig Verbrauch ist, angewandt werde, weil hier ein Missverhältnis entstehe. "Aber wir haben solche Verhältnisse nicht, die ein Ungleichgewicht darstellen."

Weiter wurde der Zustand der Aussegnungshalle moniert. "Die nehmen wir 2016 in Angriff", versprach Bürgermeister Völkl. Ein weiterer Bürger regte an, auch in guten Straßen auszubessern, die noch keine Schäden aufweisen und wohl auch nicht in der Dorferneuerung saniert werden. Dies erfolge immer in gewissen Abständen, erklärte der Rathauschef.

"Biodiversität hin oder her: Es ist keine Verschönerung des Ortsbilds, wenn an den Straßenrändern meterhoch das Gras steht", sagte ein weiterer Teilnehmer. Teils sei es sogar eine Sichtbehinderung an den Straßeneinmündungen. "Es wird der Zeitpunkt vorgegeben, ab dem man mähen darf und an den müssen wir uns halten, denn sonst ist das förderschädlich", erwiderte Völkl auf diesen Einwand. (fz)
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