Kläranlage Kleinschwand Thema im Gemeinderat Tännesberg
Dem Abwasser Druck machen

"Alle werden jetzt gleich behandelt." Zitat: Bürgermeister Max Völkl zum Thema Plakatieren
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Tännesberg
07.07.2016
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Mit dem brisanten Thema Kläranlage Kleinschwand mussten sich die Markträte in ihrer Sitzung beschäftigen. Unter anderem ging es dabei um die Vergabe der Planungsarbeiten für die rund 20 Jahre alte Belüftungsanlage.

Die Kleinschwander zahlen ohnehin schon 7,53 Euro für die Einleitung von einem Kubikmeter Abwasser, und trotzdem steht eine weitere unaufschiebbare Investition an. Günter Schwab vom Ingenieurbüro Zwick, Weiden, gab zu verstehen, dass das Wasserwirtschaftsamt Weiden schon seit 1976 Maßnahmen verlange, die zu einer Kürzung der Verweildauer des Abwassers in der Kläranlage führen. Der Einbau einer Emscher-Rinne mit Kosten von 20 000 Euro würde dem nachkommen, aber zu keiner Verbesserung führen.

Schwab erklärte, dass man mit einer neuen Belüftungsanlage mit feinblasiger Druckluft dieses Ziel eher erreichen könnte. Verbindliche Vorschläge könne das Ingenieurbüro nur im Rahmen eines Planungsauftrages machen. Einstimmig erteilte das Gremium dem Ingenieurbüro Zwick den Planungsauftrag mit einem Umfang von 3683 Euro.

Im nächsten Punkt schlug Bürgermeister Max Völkl eine Kanalrahmensanierung ohne Fahrbahnaufbruch sowie neue Schachtabdeckungen durch die Firma Loos, Mühlach, für insgesamt 16 000 Euro und für rund 5000 Meter Straßen Risssanierungen vor. Laut Völkl solle dies alles nur in den wirklich dringend notwendigen Fällen geschehen. Hans Eckl wünschte die Einholung von Vergleichsangeboten.

Prioritätenliste gefordert


Das Ganze rief auch Wolfgang Nicklas auf dem Plan. Er wünschte vor den Kanalsanierungen die Sanierung der Straße im Rahmen einer Prioritätenliste: "Ich möchte was auf dem Papier sehen und nicht immer nur Flickwerk." Völkl forderte von Nicklas die Erstellung dieser Liste. Bäuml und Eckl dagegen empfahlen eine "Inaugenscheinnahme" der Ortsstraßen. Völkl gab zu verstehen, dass er bei Straßensanierungen wegen der Fördermittel besonders an die Dorferneuerung denke. Eckl lehnte Risssanierungen schlichtweg ab. Sie würden ohnehin nur optische Verbesserungen bringen. Mit jeweils 8 gegen 4 Stimmen wurden die Kanalschacht-Sanierungen sowie Riss-Sanierungen an Gemeindestraßen zum Laufenden-Meter-Preis von 0,64 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer genehmigt.

Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Neustadt wünscht eine landschaftspflegerische Begleitplanung beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Kleinschwand nach Etzgersrieth. Diese artenschutzrechtliche Prüfung soll insbesondere mit Schwerpunkt "Amphibien" erfolgen. Wolfgang Nicklas kritisierte, dass dies nicht bereits bei der Vorerhebung zur Planung erfolgte. Dr. Stephanie Kuchlbauer warf Nicklas vor, damals einen entsprechenden Antrag nicht gestellt zu haben. Mit 11 gegen 1 Stimmen wurde die Einholung des Gutachtens genehmigt.

Verkabelung läuft an


20 500 Euro gaben die Gemeinderäte frei für Asphaltierungsarbeiten an den Gemeindeverbindungsstraßen Großenschwand-Weinrieth (10 004 Euro), Großenschwand-Voitsberg (6936 Euro) und für Rohrgrabenschließungen 3432 Euro.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass die Breitbandverkabelungen laufen. Andreas Wurm hielt die Einbautiefe der Kabel (0,6 Meter) für viel zu wenig und sprach von einer Fehlplanung. Nicklas warf dem Bürgermeister am Ende der Sitzung vor, dass in Tännesberg jeder, der Lust habe, Plakate anbringen dürfe. Völkl ließ das nicht so stehen: "Wer keine Genehmigung hat, wird angeschrieben." Er wies darauf hin, dass die Freien Wähler, denen Nicklas angehöre, keine Genehmigung einholten. "Alle werden jetzt gleich behandelt", versicherte Völkl.

Alle werden jetzt gleich behandelt.Bürgermeister Max Völkl zum Thema Plakatieren
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