Marktrat Tännesberg
Schwiegersohn rückt nach

Bürgermeister Max Völkl verabschiedet Matthias Grundler (links) aus dem Markrat, nachdem das Gremium dessen Rücktrittsgesuch angenommen hatte. Bilder: fz (2)
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Tännesberg
13.10.2016
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Als Nachfolger für Matthias Grundler vereidigte Bürgermeister Max Völkl Rainer Heuberger (links) von den Freien Wählern.

Bisher war es schon ungewöhnlich, dass Vater und Tochter im Tännesberger Marktrat sind. Dass dem aber nun ein Ehepaar folgt, ist schon ein Novum.

Eine Personalrochade im Gremium und in den Ausschüssen hatte Matthias Grundler mit seinem Antrag auf Entlassung aus gesundheitlichen Gründen ausgelöst. Einstimmig nahmen die Räte den Antrag an. Bürgermeister Max Völkl sagte, dass Grundler 1990 in den Gemeinderat gewählt wurde und bis 1996 zweiter Bürgermeister war. Von 2002 bis 2008 war er dann Chef im Rathaus. Danach schied er aus dem Marktrat aus und wurde 2014 wiedergewählt. Völkl führte einige zukunftsweisende Entscheidungen für Tännesberg an, die Grundler mitgestaltete.

Politisches Urgestein


Der Sprecher der Freien Wähler Wolfgang Nicklas bezeichnete Grundler als Urgestein der Tännesberger Kommunalpolitik. "Deine Vorhaben, die du damals als Bürgermeister geplant hast, setzen wir heute um. Die Tännesberger haben gewusst, was sie an dir haben und wir auch und dafür danken wir", meinte Nicklas.

"Mir hat es Spaß gemacht, aber die Gesundheit ist wichtiger, ich wünsch euch weiterhin eine glückliche Hand." Mit diesen Worten räumte Grundler seinen Stuhl. Für ihn vereidigte Völkl dann Rainer Heuberger als Nachrücker der Freien Wähler. War bisher Grundler mit Tochter Stefanie Heuberger als Vater mit Tochter im Marktrat, so sind es durch Gundlers Rückzug mit Stefanie und Rainer Heuberger ein Ehepaar.

Für Grundler wurden Rainer Heuberger als Vertreter der FWG in die Gemeinschaftsversammlung der VG und Ehefrau Steffi als Verwaltungsratsmitglied des Kommunalunternehmens ernannt. Weiterhin rückte auf Vorschlag der CSU Matthias Bartmann für den bereits früher ausgeschiedenen Alfred Eckl in den Rechnungsprüfungsausschuss.

Danach ging es um die Erstellung des Förderantrags im Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) für die Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule. Die Leistungsphasen eins bis drei sind bereits erstellt. Der Förderantrag als Leistungsphase vier wurde an das Büro Hubert Liebl in Großenschwand vergeben. Der Architekt hatte das wirtschaftlichste Angebot mit 1662 Euro abgegeben. Wird dem Förderantrag stattgegeben, so wird Liebl auch mit den weiteren Leistungsphasen fünf bis neun beauftragt.

Einstimmig war auch das Votum, dass die Marktgemeinde bei der Neuregelung der Umsatzbesteuerung die Inanspruchnahme der Übergangsregelung bis 2021 wahrnimmt. Grünes Licht gab es für einen Antrag zum Anbau eines Holzschuppens an eine Feldscheune am Fuße des Schlossbergs, die Nutzungsänderung eines Dachgeschosses über einer Dreifachgarage mit Neubau eines überdachten Freisitzes und den Bau einer Garage mit Abweichung vom Bebauungsplan.

Bei den Anfragen monierte Nicklas, dass er am 17. Juni einen von ihm und den Anwohnern unterschriebenen Antrag wegen des Zustand der Kirchhofgasse eingereicht und es bis dato keine Reaktion gegeben habe. Völkl antwortete darauf, "dass hier die Dorferneuerung abgewartet werden muss" und es nicht sinnvoll sei, vorher Geld in die Hand zu nehmen. Dies sei auch im Bezug auf die Umlage auf die Anwohner zu sehen.

Feuerwehrauto versteigert


Weiter führte Nicklas an, dass das alte Feuerwehrauto LF 16 bei einer Auktion für 3000 Euro verkauft wurde. Er schlug vor, diesen Betrag der Feuerwehr zu überlassen und nicht in den Haushalt aufzunehmen. Die Wehr würde den für sinnvolle Geräteanschaffungen verwenden. Der Bürgermeister entgegnete, dass die Feuerwehr einen Antrag stellen soll. Dann wird darüber in einer Sitzung entschieden.
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