Pfarrer Wilhelm Bauer feiert Priesterjubiläum
„A Doch, der uns alle g’freit“

Der Kindergarten St. Martin überraschte Pfarrer Wilhelm Bauer am Schluss des Festgottesdiensts mit einem flotten Liedchen, begleitet von Leiterin Manuela Hinkel auf dem Akkordeon, und machte ihm damit eine besonders große Freude. Bilder: es (2)
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Tännesberg
27.06.2016
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Pfarrer Wilhelm Bauer (Mitte) feierte sein Priesterjubiläum in Konzelebration mit Pfarrer Alfons Forster, Pfarrer Anthony Soosai, Pfarrer Erwin Bauer, Diakon Norbert Hammerl, Pfarrer Moses Gudapati, Festprediger Hubert Gilg (Diesenbach) und Pfarrer Gerhard Schmidt (von links).

Das Versprechen "Adsum" (Ich bin bereit) von Pfarrer Wilhelm Bauer bei der Priesterweihe am 26. Juni 1976 im Dom in Regensburg liegt 40 Jahre zurück. Für Tännesberg war das Jubiläum ein großer Festtag.

Tännberg. (es) Mit Geistlichen aus dem Dekanat Leuchtenberg und Festprediger Hubert Gilg aus Diesenbach bei Regenstauf feierte der beliebte Geistliche am Sonntag in der Pfarrkirche St. Michael sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Kirchenchor unter Leitung von Rudi Schneider begleitete den Festgottesdienst mit einer meisterlichen Aufführung der "Vaterunser-Messe" von Mayerhofer.

Mitglieder der Kirchenverwaltung, des Pfarr- und Marktgemeinderats, Kommunionkinder, Ministranten, Vereine und Verbände mit Fahnen oder Bannern holten Bauer mit den Geistlichen zu den Klängen der Fanfarengruppe der Kolpingsfamilie vom Pfarrheim ab und zogen zum Gotteshaus. Beim Einzug erklangen Orgelspiel (Rudi Schneider) und Trompetenklänge (Christina Schönberger).

Pfarrer Bauer begrüßte Bürgermeister Max Völkl und den Gemeinderat, Kirchenpflegerin Diana Völkl mit der Kirchenverwaltung, Gerti Braun mit dem Pfarrgemeinderat, Eltern, Bruder Manfred mit Familie, Verwandte, Barbara Krämer mit Tochter Christine, außerdem seine Konzelebranten und Festprediger Gilg. Er freute sich, dass viele mit ihm Gott loben und preisen wollen. Johanna Schönberger trug die Lesung vor, Diakon Norbert Hammerl das Evangelium, die Fürbitten Ramona Beer, Dr. Andreas Zinkl und Andreas Schönberger.

Großes Anliegen


Gilg sprach bei der Frage von jungen Priestern "Wohin gehst du?" ihre Schwerpunkte und die an sie gestellten Erwartungen an. "Wenn Pfarrer Bauer heute auf die 40 Jahre seines priesterlichen Wirkens zurückblickt, fallen ihm viele Menschen ein, die ihn auf seinem Weg begleitet haben." Eines seiner großen Anliegen sei es gewesen, den Glauben an junge Menschen weiterzugeben (Unterricht an Berufsschulen). Vielen sei er zu einem Wegweiser geworden. Im Dienst an den Menschen habe er sein priesterliches Wirken verstanden.

Gott habe uns zum Dienst des Menschseins berufen und erwählt. Gott ist da, ihn sichtbar zu machen, sei einer der schönsten Dienste. Das gelte aber auch für jeden von uns. "Gottes Wort macht nicht eng. Es schützt uns vor der Vergiftung der Seele", gab der Festprediger zweifelnden, unsicheren Menschen mit auf den Weg. Deshalb wünschte er dem Jubilar und allen jene tröstende Erfahrung, die der Religionsphilosoph Martin Buber so ausgedrückt hatte: "Wo ich gehe - du. Wo ich stehe - du. Wenn's mir gut geht - du. Wenn's mir weh tut - du. Himmel und Erde - oben und unten- wohin ich mich wende, an jedem Ende - du." Heute sei ein Tag des Dankens, dem höchsten und dem einen Herrn in einer ganzheitlichen Nachfolge zu dienen. Ich sag einfach nur "Vergelt's Gott" dankte Bauer seinem Freund Gilg: "Ein Blick in die Zukunft ist dir gelungen."

Braun gratulierte für die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat: "In den sieben Jahren Ihres Wirkens in Tännesberg haben Sie ein Verhältnis der Verbundenheit entwickelt." Die Sprecherin schätzte an ihm seine optimistische Haltung und dass er auf die Menschen zugehe.

Bürgermeister Völkl dankte dem Seelsorger dafür, dass er sich 2009 für die Pfarrei Tännesberg entschieden habe: "Sie haben Humor, sind zufrieden, nehmen am Geschehen in unserer Marktgemeinde teil und lassen eigene Erfahrungen in ihre Predigten einfließen." Völkl und Braun wünschten Pfarrer Bauer weiterhin Freude an seiner Berufung, Zufriedenheit und Freude.

"Heit ist a Doch, der uns alle g'freit", sangen frische Kinderstimmen des Kindergartens, begleitet von Leiterin Manuela Hinkel am Akkordeon. Recht hatten sie. Ihnen war die Überraschung gelungen und sie machten Pfarrer Bauer damit eine besonders große Freude.

"Unser Pfarrer"


Für den Empfang im Pfarrheim war alles bestens vorbereitet. Jeder wollte "unserm Pfarrer" die Hand drücken und ihm seine persönlichen Glückwünsche ausdrücken. Kirchenpflegerin Völkl überreichte dem Jubilar eine frisch renovierte Jodok-Kirche aus Papier. Über die Gesamtsumme im Innern dieses Gotteshauses konnte vorerst nur spekuliert werden.
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