Prozession und Festzug zum St.-Jodok-Ritt
Mit der Natur in einer Symbiose

Viele Zuschauer bestaunten die Pferde und ihre Reiter. Bilder: bey (2)
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Tännesberg
25.07.2016
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Eindrucksvoll waren die Prozession und der Festzug zum St.-Jodok-Ritt am Sonntag. Beim Gottesdienst rückte Pfarrer Wilhelm Bauer Auszüge aus dem Buch Hiob des Alten Testaments in den Mittelpunkt.

Rund 80 Pferde zogen am Sonntagmorgen mit ihren Reitern oder auch eingespannt in prächtige Kutschen bei der Prozession zur St.-Jodok-Kirche. Viele Ehrengäste, historische Fußgruppen, Abordnungen der Vereine, der Kolping-Fanfarengruppe und der Musikverein Gleiritsch zeigten mit ihrer Teilnahme anlässlich des St.-Jodok-Gedenktags ihre Wertschätzung. Pfarrer Wilhelm Bauer hielt vor dem Portal der St. Jodok-Kirche den Gottesdienst. Die Sanierungsarbeiten am kleinen Gotteshaus machten es heuer notwendig, dass der Altar unmittelbar vor dessen Eingang aufgebaut wurde. Die Besucher saßen großteils unter dem Schirm der großen Linden.

Trommeln und Fanfaren


Lange vor dem Eintreffen der Prozession an der Kirche waren die Trommler und Fanfarenbläser zu hören. Etwa drei Kilometer lang war die Strecke, die die Gläubigen zurücklegten. Rund um die Kirche und sogar den Hang aufwärts standen die Gäste, die Reiter sowie die Gespanne, um bei der Messe dabei zu sein.

Pfarrer Bauer zitierte aus dem Buch Hiob des Alten Testaments. Hiob werde alles genommen, seine Familie, seine Tiere und seine Gesundheit. In dieser Situation spreche er zu einem seiner Freunde. "Frage nur die Tiere, sie lehren es dich, die Vögel des Himmels, sie künden es dir. Rede zur Erde, sie wird es dich lehren, die Fische des Meeres erzählen es dir." Damit werde die Allmacht Gottes und die Ordnung der Natur ausgedrückt. "Die zu betrachtenden Pferde strahlen Schönheit, Kraft und Ordnung aus", sagte der Geistliche. Die Reiter haben die Pferde sich zum Untertan gemacht und nehmen dafür Verantwortung auf sich. Von den Tieren könne der Mensch lernen, mit der Natur in einer Symbiose zu leben. Die Männer und Frauen seien Ebenbilder Gottes. Im Gegensatz zu den Tieren aber hätten die Menschen das ewige Leben in sich, das sie Gott ähnlich mache.

Am Nachmittag bewunderten Tausende Besucher den Festzug des St.-Jodok-Ritts. Der leichte Regen zur Mittagszeit hielt die Zuschauer nicht ab. Die Kolping-Fanfarengruppe kündigte unüberhörbar den Festzug an. Fahnenschwenker gingen voraus. Die Pferde waren prächtig geschmückt worden, die Reiter sahen in ihren meist historischen Gewändern ebenso gut aus.

Pilger aus Wien


Wunderschöne Gespanne folgten, die Stelzenläufer fehlten nicht, Pilger waren aus Wien gekommen, und der Musikverein Gleiritsch lockerte den Zug etwas auf. Mit dabei waren auch Vereine und Organisationen aus der Gemeinde Tännesberg.
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