Söder bei 70-Jahr-Feier des CSU-Ortsverbands
Politik im Wandel

Vermischtes
Tännesberg
26.02.2016
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Noch am Mittwoch auf dem Nockherberg derbleckt, Donnerstag in Tännesberg mit stehenden Ovationen gefeiert: Finanz- und Heimatminister Markus Söder gab bei der 70-Jahr-Feier des CSU-Ortsverbands ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum.

Der Franke stellte im "Binnerschreiner"-Saal klar, dass es nicht sein Tagesgeschäft sei, zu solchen Jubiläen zu kommen. Aber da sei zum einen der gute Kontakt zu Altlandrat Simon Wittmann, und zum anderen setze er damit ein Zeichen für die nördliche Oberpfalz. "Denn die Zukunft Bayerns gilt es nicht auf den Münchner Marienplatz zu konzentrierten", sagte der Politiker vor über 200 Gäste.

Er sei der Finanzminister, der das meiste Geld an die Kommunen gebe. Stabilisierungshilfen habe es vorher nicht gegeben. Diese sollen zur dauerhaften Infrastrukturunterstützung werden, "denn Geld an die Kommunen stärkt auch die Bürger". Als Beispiel nannte Söder das schnelle Internet. Das 70-jährige Bestehen der CSU in Tännesberg werden in einer Zeit gefeiert, in der Politik anders geworden sei. "Die Lage wird immer schwieriger, denkt man nur an die Finanzverwerfungen oder die Flüchtlingskrise." Wenn man die Frage stelle, warum Deutschland so stark sei, denke man nicht gleich an Berlin oder Bremen. "Europa ist so stark, weil es Deutschland gibt, und Deutschland ist so stark, weil es Bayern gibt."

Bei der Flüchtlingsproblematik gelte es festzustellen, dass kein anderes Bundesland hier so viel leiste wie Bayern. "Humanität ja, aber eine völlig unbegrenzte Zuwanderung wird uns in Bayern und Deutschland überfordern."

Es sei kein Wunder, wenn die Österreicher so wie jetzt reagieren. "Dafür schickt ihnen Europa einen blauen Brief. Selbst nichts zustande bringen und dann so reagieren. Das ist typisch für Brüssel", kritisierte der Minister. Eng verknüpfte er die Flüchtlingskrise mit der momentanen politischen Lage in Deutschland: "Weil wir nicht bereit sind, die Probleme beim Namen zu nennen, gibt es nun eine AfD. Sie ist das Fieberthermometer der Demokratie."

Zum Ende seiner Rede sprach der Politiker auch noch den Länderfinanzausgleich an. "Wir wollen den Fleiß der Bayern in Bayern investieren, da ist das Geld besser aufgehoben als in Berlin." Bei Söders Schlusssatz "Wir bestimmen nicht, woher die Winde wehen, aber wir bestimmen, wie wir die Segel setzen" standen die Gäste im Saal auf und applaudierten minutenlang.

Rüstzeug für die ZukunftDie Laudatio zum 70-jährigen Bestehen der CSU Tännesberg hielt Altlandrat Simon Wittmann mit einem Rückblick. 17 Männern und 3 Frauen gründeten 1946 einen Ortsverband der Christlich Demokratischen Partei (CDP). Später wurde diese wie in ganz Bayern in CSU umgenannt.

Die Tännesberger agierten mit sehr großer Konstanz. War doch Johann Kirchberger von 1948 an 24 Jahre Ortsvorsitzender. 1972 übernahm Horst Robl , der auch später Bürgermeister war. "Er leitete den großen Aufschwung in Tännesberg ein. Die hohe Investitionen kommen noch heute der Gemeinde zugute", stellt Wittmann fest.

1977 gliederte sich die CSU-Kleinschwand nach Tännesberg ein. Robls Weggefährte war Erich Spickenreither , der 1991 den Vorsitz übernahm. Spickenreither habe den Aufschwung der CSU nahtlos fortgeführt und dabei den Grundstein gelegt, dass Max Völkl als Bürgermeister die Geschicke von Tännesberg für die CSU übernehmen konnte. Seit 2007 ist Robert Eichhorn an der Spitze, der nach den Worten Wittmanns den Ortsverband ebenso hervorragend führe. "Mir hat diese Partei vor Ort das Rüstzeug gegeben, damit ich überörtlich für die Heimat etwas leisten konnte", erklärte der Altlandrat. (fz)
Weil wir nicht bereit sind, die Probleme beim Namen zu nennen, gibt es nun eine AfD. Sie ist das Fieberthermometer der Demokratie.Heimatminister Markus Söder
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