Tagung in Tännesberg
„Biodiversität macht Sinn“

Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) hatte zu einer zweitägigen Tagung zum Thema "Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum" eingeladen. Nach Fachvorträgen in der Lederer-Scheune informierten sich die 54 Teilnehmer bei einer Rundfahrt über die Maßnahmen in Tännesberg, darunter natürlich auch das Rebhuhnprojekt. Bild: es
Vermischtes
Tännesberg
10.06.2016
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Für die Tagung zum Thema "Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum" hatte sich die Tännesberg förmlich angeboten. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sollen dem Schutz der biologischen Vielfalt in Bayern zugute kommen.

Auf richtigem Weg


Von der Trägergemeinschaft in zahlreichen gemeinsamen Projekten gewonnene Erfahrungen sollen Vertretern bayerischer Städte und Gemeinden, Fachbehörden, Planungsbüros und am Naturschutz interessierten Teilnehmern vermittelt werden. "Die langfristige Förderung von Tännesberg ist ein Beispiel dafür, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, von dem unsere Gemeinde in vielfältiger Weise profitiert", dankte Bürgermeister Max Völkl dem Bayerischen Naturschutzfonds und den vier Projektträgern für die bisherige Unterstützung.

Riesige Themenpalette


Die Themenpalette der 15 Referate war riesig. Vom Nutzen der Kommunen aus ihrem Engagement für die biologische Vielfalt über die erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene bis hin zur Wertschätzung regionaler Produkte hatte sich der Bogen gespannt.

Barth betonte die wichtige Rolle der Kommunen bei der Umsetzung der bayerischen Biodiversitätsstrategie, einem ressortübergreifenden Programm, das der Freistaat dem Artensterben und dem Verlust alter Sorten und Haustierrassen entgegensetzt. Die Kooperation unterschiedlicher Partner sei richtig.

Matthias Simon vom Bayerischen Gemeindetag beschäftigte sich mit dem Thema "Biodiversität in Kommunen - Das macht Sinn". Ziel sei der Aufbau eines kommunalen Netzwerks Biodiversität. Ein Mehr an Lebensqualität, ein Identifikationsthema für die eigene Bevölkerung sowie ein Motor für den Tourismus seien Beweis dafür, dass sich Tännesberg auf dem richtigen Weg befinde. Schlapp ging auch näher auf Erfolgsfaktoren bayerischer Naturschutzprojekte ein. In einem "engagierten Kümmerer" als Motor und Ehrenamtlichen, die für Akzeptanz vor Ort sorgen, sah er maßgebliche Faktoren für den Erfolg.

Neue Ideen


Begeistert waren die Teilnehmer von einer Exkursion mit Thomas Schwarz vom Büro "Landimpuls", Ideengeber Toni Wolf und Projektmanagerin Gabriele Schmidt am Donnerstagnachmittag bei der Vorstellung von verschiedenen in den vergangenen Jahren in Tännesberg umgesetzten Naturschutzprojekten. Eindrucksvolle Impressionen und neue Ideen gab es reichlich.
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