Woppenrieth feiert Roßwampen-Kirwa
Burschen ziehen kräftig vom Leder

Gut gelaunte 14 Kirwapaare tanzten ausgelassen um den geschmückten Kirwabaum. Bild: es
Vermischtes
Tännesberg
30.08.2016
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"Roßwampen-Kirwa ist die beste, mei liabe." Recht hatten die 14 Kirwaburschen in Lederhosn und die 14 Kirwamoila im Dirndl.

Woppenrieth. Der kleine Ort feierte am Wochenende seine Kirwa, die sich ständig steigender Beliebtheit erfreut. In Woppenrieth lebt das Brauchtum. Junge Leute aus dem Pfreimdtal pflegen es. Vielen Besuchern machten sie damit eine große Freude.

Nach dem Aufstellen eines Kirwabaums am Samstagnachmittag ging es zum Auftakt am Abend im Gasthaus Bauer mit den "Wittschauer Boum" im Gasthaus Bauer zünftig zu. Der Kirchgang am Sonntagvormittag war Pflicht. Für die Urlaubsvertretung von Pfarrer Moses Gudapati, Pfarrer Satyatit Basumatary aus Indien, war es einer seiner letzten Gottesdienste, ehe er am Dienstag wieder nach Rom zurückkehrte.

Deftige Antworten


Zur Musik der Geschwister Baier aus Wittschau zogen die Kirwaleit zum Dorfplatz, wo sich schon viele Besucher eingefunden hatten. Alle waren gespannt auf die Volkstänze um den hübsch geschmückten Kirwabaum herum. "Wer hot Kirwa", schallte es zum ersten Mal laut übers Pfreimdtal, wenig später "Wer hot die beste Kirwamusi?"

Die Antworten darauf waren deftig. Nach einem kräftigen Schluck aus den Masskrügen legten die 14 Kirwapaare zur Begleitmusik der drei Wittschauer Musiker los, ohne jede Pause und mit vielen neuen, einstudierten Volkstänzen. Da staunten selbst die treuesten Zuschauer. Was so leicht aussah, hatte im Vorfeld viel Mühe gekostet. Eine Augenweide war dabei der Bandltanz und die Schuhplattler der Burschen, die auch in der Rolle der lustigen Holzhackerboum eine gute Figur machten.

Die Kirwaburschen waren gut drauf. Drei von ihnen zogen kräftig vom Leder, als sie bei ihren Gstanzln ihre Moila "dableckten". Die Damen wollen es ihnen aber im nächsten Jahr heimzahlen. Wirt Andreas und die Kirwamusi durften sich allerdings über Lob aus dem Munde der drei Gstanzl-Sänger freuen.

Kinder haben es eilig


Beim Auswerfen von Bonbons hatten es besonders die Kinder eilig, ehe es mit Musik zum Frühschoppen zum Wirt ging. Gefragt waren Sitzplätze im Freien und kühle Getränke. Zum Ausklang am Abend griff Andreas Augustin zu seinem Akkordeon.
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