Schwertkampf um Teublitz

Kultur
Teublitz
23.08.2015
10
0

Das Gefecht um "Tiubelitz" im Jahre 1230 ist historisch belegt. Beim 5. Mittelalterfest im Teublitzer Stadtpark prallten die Ritter der verfeindeten Parteien erneut aufeinander.

Mario Kothe aus Hattenhofen bei Fürstenfeldbruck ist beruflich in der Reisebranche tätig. In seiner Freizeit organisiert er historisch belegte Schlachten und stellt sie nach. So wie das Gefecht um "Tiubelitz". Mario Kothe spielt den Ritter "Albrecht Markgraf von Brandenburg", der von der Stadt "Tiubelitz" Steuern einfordert. Zur selben Zeit sandten die Bischöfe von Regensburg "Ritter Reimer von Brennberg" aus, um ihrerseits Abgaben einzutreiben. Gleichzeitig hatte "Reimer" noch eine "alte Rechnung" mit Markgraf "Albrecht" offen. Aus der Schlacht ging "Albrecht" als Sieger hervor. Seine Tochter "Evelyn" bittet aber erfolgreich um Gnade für den Besiegten.

Begeisterter "Ritter"

Mario Kothe ist mit seiner Familie bereits zum fünften Mal beim Mittelalterfest in Teublitz vertreten. Als Händlerin bietet seine Frau selbst gemachten Schmuck an. Kothe ist ein begeisterter "Ritter" und 20 Mal im Jahr auf Mittelalterfesten unterwegs. Teublitz ist für ihn etwas Besonderes: "Die Begeisterung der Zuschauer an der Schlacht sucht ihresgleichen". Der Stadtpark biete eine hervorragende Kulisse für ein solches Spektakel.

Katzenaugen

Kaum sind die Spuren der Schlacht beseitigt, beginnt das nächste Spektakel: eine Hexenverbrennung. Eine Frau mit roten Haaren und Katzenaugen war, auf einem Besen reitend, im Lager gesichtet worden. Für die Scharfrichter und den Henker ein klarer Beweis für ein Bündnis mit dem Teufel. Nur der Tod auf dem Scheiterhaufen könne die Frau von ihren Sünden befreien, dachte man im Mittelalter. Ein weiteres Relikt aus dieser finsteren Zeit ist der Pranger.

Der arme Sünder bekommt eine Hals-Geige verpasst und wird mit klebriger Farbe bemalt. Die Kinder bewerfen ihn anschließend mit Tierfedern. Im Stadtpark verteilten sich 44 Gruppen und 58 Händler, zeigten altes Handwerk und boten Speisen und Getränke an. Minnesänger und Dudelsackspieler, der Kasperl aus Castra Regina und Gaukler Sepp Schabernack hielten die Besucher bei Laune. Bogen-, Axt- und Speerwurfturniere erinnerten an mittelalterliche Wettkämpfe. Die Organisatoren Sandro Nuber und Heinz Viehauser wollten "möglichst authentische Lagergruppen" präsentieren.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.