Abfüllanlage: Edeka-Vorstandsmitglied erklärt Verzicht
Hahn abgedreht

Lokales
Teublitz
24.01.2015
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Der Lebensmittelkonzern "Edeka" wird keine Abfüllanlage in Teublitz errichten. Die Pläne sind ad acta gelegt. Das teilte die Teublitzer Bürgermeisterin Maria Steger am Donnerstag dem Stadtrat mit. Damit dürften auch die Frage vom Tisch sein, ob die Stadt Schwandorf jährlich bis zu 200 000 Kubikmeter Trinkwasser an die Nachbarstadt verkauft.

Ein Vorstandsmitglied des Lebensmittelkonzerns hatte Steger am Mittwochvormittag mitgeteilt, dass sich das Unternehmen in Sachen Getränke-Abfüllanlage "neu orientieren werde", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Teublitz. Die Pläne am Autobahnanschluss Teublitz würden nicht weiter erfolgt. In der Stadt hatten sich zwei Bürgerinitiativen für und gegen die Anlage gegründet. Ende März sollte ein Bürgerentscheid Klarheit bringen.

Die Gründe für dieses Aus seien, so Steger, verschiedenster Art. Einen Grund sieht die Bürgermeisterin in der "destruktiven Haltung der Opposition im Stadtrat". Diese habe dem Großprojekt zunächst in allen Punkten zugestimmt, später aber "aus taktischen Gründen gegen die Getränke-Abfüllfirma argumentiert und die Ängste der Bevölkerung bewusst geschürt, um sich eine politische Plattform zu schaffen". Diese destruktive Haltung der Opposition sei mit Schuld am Scheitern, lässt Steger auf der Internetseite der Stadt verlauten. Sie empfinde diese Entwicklung als eine Niederlage für die gesamte Stadt Teublitz, so Steger. Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser hätte die Anlage benötigt, um daraus rund 9 Millionen Kubikmeter Getränke herzustellen und abzufüllen.

Der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller hatte sowohl in einer Werkausschusssitzung, als auch in einer Bürgerversammlung betont, dass es mit der Nachbarstadt noch keine konkreten Verhandlungen über eine Lieferung gebe - es liege kein Antrag vor. Darüber hatte es mit der SPD ein kurzes Scharmützel gegeben. Fraktionsvorsitzender Franz Schindler hatte in einer Pressemitteilung betont, dass die SPD eine Eilentscheidung des OB nicht hinnehmen würde. Nun sollte im Werkausschuss im März das Thema behandelt werden. Auch das dürfte sich erledigt haben.
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