Blick auf europäischen Markt

Der Vorsitzende "Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide und Qualitätsraps Oberpfalz", Thomas Scheuerer (Mitte) informierte mit dem Oberpfälzer Bauernverbandsvorsitzenden Franz Kustner (links) und dem Beirat des Erzeugerrings, Gerd Stadler (rechts). Bild: rid
Lokales
Teublitz
02.03.2015
8
0

Sie haben schon bessere Zeiten erlebt. Die Tonne Weizen kostete mal 250 Euro, heute sind es noch 185 Euro. Dessen ungeachtet hält sich der Pessimismus der Erzeuger in Grenzen.

In der "Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide und Qualitätsraps Oberpfalz" sind 445 Mitglieder organisiert mit dem Ziel einer gemeinsamen Vermarktung. Vertriebspartner ist die Firma "Bayernhof" in Regensburg, die die Erzeugnisse am Hof der Landwirte abholt und weltweit verkauft. 2013 lieferte die Erzeugergemeinschaft Oberpfalz 50 000 Tonnen Getreide, davon die Hälfte Weizen, an "Bayernhof".

"Die Stimmung unter den Mitgliedern ist nicht schlecht", äußerte sich Vorsitzender Thomas Scheuerer aus Hagelstadt bei der Hauptversammlung im Gasthaus Hintermeier vorsichtig optimistisch. Auch wenn die Getreideerzeuger schon "bessere Zeiten gesehen haben". Vor zwei Jahren etwa, als für die Tonne Weizen 250 Euro zu erlösen waren. Aktuell liege der Preis bei 185 Euro pro Tonne. "Wir müssen uns auf dem europäischen Markt behaupten", macht Thomas Scheuerer deutlich. Die Produkte seien nicht geschützt, an Prämien gebe es nur die allgemeine Agrarförderung. Mit dem Anbau von Sonderkulturen könne sich der Getreideerzeuger neue Standbeine erschließen oder durch Verfütterung im eigenen Betrieb die Kosten senken.

Bei den Leguminosen (Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, Sojabohnen) sieht Maximilian Graml allerdings noch erheblichen Nachholbedarf. "Sie haben in der Vergangenheit aus züchterischer Sicht nur ein Schattendasein geführt", betonte der Vertreter des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in seinem Vortrag. Deshalb werde derzeit intensiv an der Sortenwahl und am Pflanzenschutz gearbeitet. Maximilian Graml ermunterte die Landwirte zum Anbau von Hülsenfrüchten zur Optimierung der Fruchtfolge, der Bodenbeschaffenheit und der Greening-Anforderungen und bot ihnen die Beratung durch das Landeskuratorium an.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.