Bewährungsstrafe für 25-Jährigen nach Einbruch in Teublitz
Schüsse stoppen Dieb nicht

Nach einem Einbruch beim TÜV im Gewerbepark Teublitz flüchtete ein 25-Jähriger im September 2015 und ließ sich auch von fünf Schüssen von der Polizei nicht stoppen. Jetzt wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Archivbild: Götz
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Teublitz
12.05.2016
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Amberg/Schwandorf. Er war gerade dabei, einen Tresor gewaltsam zu öffnen, als die Polizei am Tatort erschien. Da flüchtete der 25-Jährige aus dem Gebäude des Technischen Überwachungsvereins in Teublitz (Kreis Schwandorf), brauste mit seinem Wagen davon, gefährdete drei Uniformierte und wurde daraufhin aus Dienstwaffen beschossen.

Der spektakuläre Zwischenfall, geschehen an einem Septembermorgen letzten Jahres, wurde nun vor einem Amberger Schöffengericht aufgerollt. Dabei stellte sich heraus: Auf das Konto des Drogenkonsumenten aus dem nördlichen Kreis Regensburg gingen insgesamt 20 Einbrüche im Bereich der südlichen Oberpfalz. Er drang in Feuerwehrhäuser ein, machte Beute in Geschäftsanwesen, knackte Postgebäude und Vereinsheime. Was der junge Mann mitnahm, hatte fast nie größeren Wert.

Als Polizisten im September insgesamt fünf Schüsse auf den Pkw des Flüchtenden abgefeuert hatten, war ein Reifen getroffen worden. Dennoch raste er weiter und wurde später schlafend in seinem Auto vorgefunden. Was die Behörden damals nicht wussten war, dass sie einen Seriendieb vor sich hatten. Also wurde ein Haftbefehl zwar erlassen, zunächst aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Danach ging der Arbeiter erneut auf Einbruchstour und machte bis Oktober letzten Jahres weiter. Dann wanderte er endgültig hinter Gitter. Bei ihm waren mehrere Waffen gefunden worden. Eine davon hatte der Mann auch beim Einbruch in die TÜV-Stelle Teublitz dabei. Allerdings lag die Pistole im Kofferraum. Daneben befand sich ein Magazin mit scharfen Patronen.

Vor den Richtern legte der Oberpfälzer nun ein umfangreiches Geständnis ab. Damit entging er einem längeren Haftaufenthalt. Der 25-Jährige ("Ich war damals in Teublitz völlig in Panik") bekam zwei Jahre zur Bewährung. Er muss sich allerdings in eine längere freiwillige Drogentherapie begeben. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft zum Absitzen beantragt.
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