Auf eigenen Nachwuchs bauen

Joachim Ossmann (Zweiter von links) und Manfred Tröppl (rechts) von der Arbeitsagentur Schwandorf verschafften sich einen Überblick über die Personalstruktur des Teunzer IT-Unternehmens. Ralf Klausnitzer (links), Uwe Spandau (Dritter von links) und Angela Klotz (vorne) von TGW halfen dabei gerne. Bild: adi
Lokales
Teunz
21.09.2015
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Die Führungsebene der Arbeitsagentur Schwandorf kam für eine Stippvisite zu TGW Software Services. Leiter Joachim Ossmann und Manfred Tröppl, Geschäftsführer operativ, wollten sich nach dem Übergang von der Klug-Ära einen Überblick über Personal und Ausbildung verschaffen.

Die Arbeitsagentur besucht jährlich rund zehn Unternehmen, um ein Resümee aus der Zusammenarbeit zu ziehen. Bei der Firmenübernahme von Klug durch TGW hätte man sich zunächst Sorgen um den Werdegang der damaligen Azubis gemacht. "Der Übergang ist aber vorbildlich verlaufen", steht für Joachim Ossmann heute fest. Die Vertreter der Arbeitsagentur wurden durch Geschäftsführer Ralf Klausnitzer, Personalleiterin Angela Klotz und kaufmännischen Leiter Uwe Spandau in Teunz begrüßt.

Ein Viertel in Ausbildung

Die TGW Software Services GmbH beschäftigt insgesamt 270 Mitarbeiter, darunter vor allem Akademiker und Facharbeiter im Bereich Software- und Steuerungstechnik und Verwaltung. Rund ein Viertel der Belegschaft befindet sich derzeit in der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, zum Elektroniker für Betriebstechnik oder zum Kaufmann für Büromanagement.

Viele dieser Auszubildenden haben den Weg eines dualen Studiums gewählt und können so neben dem Gesellenbrief einen Bachelorabschluss erlangen. Angela Klotz lobte die kooperative Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Die Zahl derer, die sich für ein solches Studium entscheiden, wachse, auch landkreisweit: "Duales Studieren findet immer mehr Anklang. Sechs Prozent der Gymnasiasten wählt mittlerweile diese Ausbildungsform", wusste Agenturleiter Ossmann.

Das Engagement für den eigenen Nachwuchs macht sich bei TGW bezahlt. Fast die Hälfte der rekrutierten Mitarbeiter des österreichischen Unternehmens kommt aus der eigenen Ausbildung. Dazu gesellen sich circa 10 Prozent Praktikanten und Werkstudenten, die sich später oftmals auch für ein Berufsleben im Unternehmen entscheiden. "Diese überragende Ausbildungsquote tut dem regionalen Arbeitsmarkt sehr gut", so der Vorsitzende der Arbeitsagentur.

Und das ist in Zeiten des Fachkräftemangels Gold wert. Der Markt ist begrenzt und so sucht auch TGW immer nach qualifizierten Fachkräften im technischen Bereich. "Es ist mittlerweile schwer, gute Leute zu finden", sagte Angela Klotz. "Daher bekommt der Bereich der Ausbildung eine noch größere Bedeutung."

Transparenz mit Jobbörse

Joachim Ossmann sicherte der Führungsriege von TGW die Unterstützung der Arbeitsagentur bei der Suche nach Fachkräften zu. Der angespannten Lage aus Sicht des Arbeitgebers wolle man durch "absolute Markttransparenz" entgegenwirken. Alle verfügbaren Stellen würden in der Jobbörse abgebildet, um die Attraktivität der Region zu steigern. Im Anschluss führten Klotz und Spandau die Besucher durch die neuen Gebäudeteile.
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