Bergwacht und Polizeihubschrauberstaffel proben auf dem Wildenstein den Ernstfall
Fit für Rettung aus der Luft

Bei Lehrgangsbeginn wurden am Boden noch einmal die technischen Abläufe durchgesprochen, die dann bei der Übung in die Praxis umgesetzt wurden.
Lokales
Teunz
22.07.2014
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Klare Anweisungen über Funk, schnelle Ortung der "Unfallopfer", gut erkennbare Zeichen für die Besatzung, gewissenhafte Umsetzung des Gelernten: Auf all das will sich jeder verlassen können, der verletzt auf einem Bergplateau, in einer Schlucht oder verschüttet im Geröll liegt und auf den Rettungshubschrauber wartet.

Diesem Zweck diente ein Luftrettungslehrgang auf dem Wildenstein (Gemeinde Teunz), den die Bergwacht-Regionen Bayerwald und Fichtelgebirge in Verbindung mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, Außenstelle Roth, veranstaltete. Bei diesem Kurs in Übungsform durften auch Fehler gemacht werden, denn daraus wird ja bekanntlich am meisten gelernt.

Vertrauen in die Retter

Ein Unfallopfer vertraut den Rettern von der Bergwacht und der Flugbesatzung in den Polizeihubschraubern. Dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist und die Retter ihr Handwerk beherrschen, wurde erneut unter Beweis gestellt. Davon konnten sich auch zahlreiche Zuschauer, unter ihnen der Chef der Polizeiinspektion Oberviechtach, Erster Polizeihauptkommissar Hans Kiesl, auf dem felsigen Plateau bei Wildstein überzeugen.

Nach der Anreise der Einsatzleiter der Bergwacht-Region Bayern/Fichtelgebirge (Lehrgangsteilnehmer) und der Landung des fliegenden Personals der Rettungsstaffel mit dem Polizeihubschrauber Typ EC 135 am Fuße des Wildensteins fand zunächst eine Einführung am Boden statt. Dabei wurden die für die Rettung geltenden Zeichen, der Ablauf der Rettungsmaßnahmen und der sich anschließende Übungsablauf noch einmal durchgesprochen.

Schließlich hängt gerade im Rettungsdienst viel davon ab, dass vom Rettungspersonal auf dem Boden und in der Luft "eine einheitliche Sprache", sowohl im Funkverkehr als auch bei der Kommunikation mit Zeichen, gesprochen wird. Ziele waren der Umgang mit planmäßigem Bergrettungsgerät, das Verhalten an und im Hubschrauber, die Zusammenarbeit der Bergwacht mit der Besatzung des Polizeihubschraubers und die optimale Durchführung von Rettungseinsätzen im Ernstfall. Der Lehrgang stand unter der Leitung des Verantwortlichen für die Luftrettung Region Bayerwald, Armin Leuchter und der Organisation durch den Bereitschaftsleiter der Bergwacht Schönsee, Dieter Güll. Nach dem "theoretischen Teil" ging es auf den Wildenstein, wo die Positionen bezogen und auf vier Stationen die verschiedenen Rettungsmaßnahmen geübt wurden.

Jeder Handgriff sitzt

Die "Schwerverletzten" mussten in einen Rettungssack, leichter Verletzte in einen Rettungsgurt gepackt werden, denn wenn das Rettungsseil vom Hubschrauber abgelassen wird, muss jeder Handgriff sitzen.

Schon zu Beginn war zu erkennen, dass hier sowohl in der Luft als auch auf dem Boden "Rettungsprofis" am Werk sind. Alles klappte wie am Schnürchen und jedes Unfallopfer hätte sich an diesem Tag "gut geborgen" fühlen können.
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