Bunt wie ein Blumenstrauß

Pfarrgemeinderat Martin Pflug (von links), Pfarrer Herbert Rösl und Bürgermeister Norbert Eckl (rechts), der die Figur des Ordensgründers Norbert von Xanten aus seinem Amtszimmer holen ließ, waren begeistert von dem Vortrag von Frater Philipp. Bild: weu
Lokales
Teunz
27.03.2015
61
0

"Wein, Web und Gesang" sind nicht unbedingt Begriffe, die man mit einem Kloster in Verbindung bringt. Der Vortrag von Frater Philipp (27) zeigte ein modernes Ordensleben auf und war nicht die einzige Überraschung beim Pfarrfamilienabend in Teunz.

Mit dem "Lied vom Goldenen Wein" eröffnete der Kirchenchor den Pfarrfamilienabend im Pfarrheim. Pfarrgemeinderatssprecher Martin Pflug rief den Jahresablauf mit allen kirchlichen Festen in Bildern in Erinnerung und zeigte für jeden Monat eine Vielzahl an Aktivitäten auf.

Er hob besonders die Wahl des neuen Pfarrgemeinderates und den Besuch von Bischof Voderholzer in der Fuchsberger Schlossbrauerei hervor. Beim Lambertusfest wurde das Mesner-Ehepaar Elsner nach 54 Jahren verabschiedet und ein neues Mesner-Team eingeführt. "Tag der offenen Baustelle" in der Jakobikirche, Einkehrwochenende in Cham, Dekanatswallfahrt nach Altötting, Adventssingen und die Feier zum 15-jährigen Jubiläum der Singgruppe "Horizont" ergänzten das Programm, das für alle Altersstufen Angebote hatte. Pflug bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

In diesen Dank stimmte auch Pfarrer Herbert Rösl ein. Er verglich die Teunzer Pfarrgemeinde mit einem Blumenstrauß. So bunt wie die Blumen sei auch das Gemeindeleben. "Ich arbeite gerne mit den vielen Menschen zusammen, die sich bei uns engagieren", freute er sich und betonte, dass er sich in diesem guten Miteinander der kirchlichen Vereine und Gruppierungen wohlfühle. Kirchenpfleger Josef Saller stellte die Renovierungsarbeiten der Jakobikirche in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Im Frühjahr gehe es an die Außenarbeiten, so dass die Kirche im Juni in neuem Glanz erstrahle. Nachdem der Kirchenchor "von der Freude im Leben" gesungen hatte, gab Frater Philipp Josef Schmidbauer Einblicke in das Ordensleben im Kloster Windberg im Landkreis Straubing-Bogen. Mit dem Titel "Wein, Web und Gesang" sei schon ein Teil seiner Aufgaben umschrieben. Der 27-jährige Student der Theologie betreibt einen kleinen Weinhandel, betreut als Webmaster die Homepage des Klosters und singt gerne. Sein Orden der Prämonstratenser, der auf den Gründer Norbert von Xanten zurückgeht, werde von den vier Säulen Gebet, Gemeinschaft, Arbeit und Beständigkeit getragen.

Das Kloster Windberg beherberge 21 Brüder mit einem Durchschnittsalter von gut vierzig Jahren. Der Frater vermittelte den Zuhörern in Bildern, wie modernes Klosterleben aussieht. Dabei wurde immer wieder die Begeisterung deutlich, die er in seinem Glauben findet und mit der er auf andere Menschen zugeht. Für Frater Philipp, der auch am Festspiel in Windberg mitwirkt, ist das Klosterleben ein Ort der Gemeinschaft, eine Art Wohngemeinschaft mit Pfarrern.

Zur Überraschung aller, ließ Bürgermeister Norbert Eckl aus seinem Dienstzimmer die Figur des Norbert von Xanten holen, die er von der Fuchsberger Feuerwehr erhalten hat.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.