Freundschaft und Frieden

Der Festakt zum Partnerschaftsjubiläum fand im Sitzungssaal im Gemeindehaus Teunz statt. Nach der Unterzeichnung der Urkunden stellten sich die Bürgermeister Norbert Eckl (Mitte) und Karl Béla (rechts daneben) zusammen mit Altbürgermeister Josef Klier (Fünfter von rechts) und den Gemeinderäten sowie der Delegation aus Nagymányok zum Erinnerungsbild auf. Bilder: Portner
Lokales
Teunz
30.09.2015
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25 Jahre besteht die Partnerschaft zwischen Teunz und Nagymányok (Ungarn). "Als wir die ersten Schritte aufeinander zu machten, waren wir weit weg von einem gemeinsamen Europa", sagte Bürgermeister Norbert Eckl beim Festakt. Grenzen gibt es aber auch heute noch.

"Wenn Freundschaft das höchste Gut ist, welches das Schicksal den Menschen schenken kann, dann zeigt es sich in der Partnerschaft zwischen Nagymányok und Teunz, was Glück ist." Mit diesen Worten leitete Norbert Eckl den Festakt im Gemeindehaus Teunz ein. Neben Altbürgermeister Josef Klier, Pfarrer Herbert Rösl, den Gemeinderäten und einigen Vereinsvorständen hatte sich zusammen mit Bürgermeister Karl Béla eine Delegation aus Ungarn eingefunden, welche vier Tage auf Besuch weilte.

In Herzen verankert

Am 22. September 1990 wurde die Partnerschaft zwischen den beiden Bürgermeistern Josef Klier und István Teleki in Ungarn unterzeichnet. 25 Jahre später besiegelten die beiden Bürgermeister Norbert Eckl und Karl Béla mit ihrer Unterschrift, dass beide die Verbindung gutheißen und unterstützen. Sie legten bei ihren Ansprachen aber auch Wert auf die Feststellung: "Es ist eine Partnerschaft zwischen den Menschen!". Wie Eckl betonte, solle diese in den Herzen der Bevölkerung beider Ortschaften verankert sein. Er führte Treffen von Vereinen, die Mitfeier der Stadterhebung oder das 1000-jährige Bestehen von Nagymányok heraus - aber auch den Einsatz von einzelnen Bürgern - und dankte für die mitmenschliche Herzlichkeit. Im Urkundentext von 1990 war der Wunsch nach freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern und die Sicherung des Friedens verankert. "Die gegenwärtigen Zeiten erfordern es mehr denn je", bekräftigte der Teunzer Bürgermeister.

"Die zwei Grenzen nach Deutschland existieren auch heute noch. Vielleicht ist das einmal nicht mehr so", wünschte sich "Polgármester" Karl Béla. Er erinnerte daran, dass er schon vor 25 Jahren in Teunz war. "Ich fühle mich wieder sehr wohl hier", gestand er seinem Freund Norbert. Er hoffe darauf, dass die kommende Generation die Partnerschaft weiterführt, "auch wenn ich nicht mehr Bürgermeister bin." Es folgte die Unterzeichnung der Urkunden, in der sich die Bürger der beiden Gemeinden verpflichten, die Partnerschaft zu festigen. Nach dem Eintrag in das Goldene Buch tauschen die zwei Gemeindeoberhäupter Erinnerungsgeschenke aus.

Auch Altbürgermeister Josef Klier trat kurz ans Rednerpult und freute sich über die Gäste, die auch schon 1990 dabei waren, darunter Andreas Hucker, Elsa Hadikfalvi und Marika Blandl. Er wünschte sich, dass die gegenseitigen Beziehungen weiter vertieft werden und betonte: "Teunz und Großmanok gehören zusammen!" Zum Stehempfang spielte die Blaskapelle Teunz nochmals einen Marsch und abends ging es zu einem Straßenfest in die Siedlung.

Landrat nimmt sich Zeit

Ein Höhepunkt im Besuchsprogramm war der Ausflug zu den Felsenkellern in Schwandorf. Landrat Thomas Ebeling begleitete die Gruppe bei der zweistündigen Führung. Gesellig ging es beim Musikantenstammtisch im Fuchsberger Wirtshaus zu und beim Pizzaabend mit der Feuerwehr Teunz wurden viele Kontakte vertieft. Die Wehr zeigte nicht nur ihre Gerätschaften, sondern demonstrierte bei einer Übung in der Brandschutzwoche ihr Können bei der technischen Hilfeleistung und Erstversorgung von Verletzten.
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