Gemeinsam aufs gleiche Tor

Lokales
Teunz
31.07.2015
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Skeptiker gibt es bei einer Fusion immer. So auch beim Zusammenschluss der Fußballer der Spielvereinigung Teunz und des TSV Oberviechtach zum FC Ovi-Teunz. Bei der ersten Jahreshauptversammlung nach der Fusion zeigte sich, ob aus Gegnern Freunde geworden sind.

Die Bilanz des ersten gemeinsamen Vereinsjahres konnte sich sehen lassen. Gute Stimmung herrschte bei der ersten Jahreshauptversammlung des FC Ovi-Teunz. Vorsitzender Stephan Gäbl blickte zurück auf organisatorische Aspekte vor dem Zusammenschluss in Vorjahr und legte eine glänzende Jahresbilanz vor.

Besonders herausragend, so Gäbl, sei die Zusammenarbeit mit Sponsoren und Gönnern gewesen, die es ermöglicht haben, dass neue Trikots und Trainingsanzüge beschafft werden konnten. Allein für den Nachwuchs des FC Ovi-Teunz seien vom Förderverein der SpVgg Teunz für die stolze Summe von 10 000 Euro Trainingsanzüge, T-Shirts sowie Trainings- und Spielgeräte beschafft worden. Das dürfte in der Region wohl einmalig sein, meinte Gäbl.

Party und Trainingslager

Auch in gesellschaftlicher Hinsicht sei das erste Jahr nach der Fusion ein Jahr voller großer und positiver Ereignisse gewesen - mit Höhepunkten wie dem Open-Air mit den "Stoapfälzer Spitzbuam" im Jahnstadion, einer Sportheim-Kirwa, der Silvesterparty auf dem Marktplatz, einem gelungenen Sportlerball, der Fußballolympiade und dem Trainingslager am Gardasee. Das Ganze sei abgerundet worden von einem tollen Sommerfest im Bierzelt in Teunz vor dem Jubiläum des Teunzer Kriegervereins. Auch beim Jubiläum der Oberviechtacher Feuerwehr habe der FC munter mitgemischt.

Josef Lehner, Karl-Heinz Senft und Stephan Gäbl beleuchteten die sportliche Bilanz der Senioren und der Jugend. Sie betonten, dass der Verein mit seinem Trainer Jürgen Schönfelder einen Glücksgriff getan habe. Bei einem Spielerkader zwischen 35 und 40 Spielern strebe man in der kommenden Saison einen Tabellenplatz zwischen fünf und drei an. Auch das Träumen von vordersten Tabellenplätzen sei erlaubt.

Mit 11 Siegen, 4 Unentschieden und 13 Niederlagen sei die Saison für die erste Mannschaft mit einem neunten Tabellenplatz zufriedenstellend verlaufen, es sei jedoch noch jede Menge Luft nach oben. Die zweite Mannschaft, die nie schlechter als auf dem dritten Tabellenplatz stand, habe sich recht achtbar geschlagen. Ein sehr großen Stellenwert, so stellten die Jugendtrainer heraus, werde einer fundierten fußballerischen Ausbildung der Jugend beigemessen.

Freude hat Vorrang

Der Freude am Training und am Spiel räume man aber Vorrang ein, "denn die guten Ergebnisse kommen dann von selbst". Eine hoffnungsvolle B-Jugend habe den Aufstieg knapp verpasst, besonders auf diese Spieler werde in der Zukunft gesetzt. Franziska Meier konnte von einer erfolgreichen Damenmannschaft berichten, die in der Bezirksliga Nord immerhin einen guten vierten Platz erreicht hat.

Auch die erste Kassenbilanz des derzeit 374 Mitglieder zählenden Vereins konnte sich sehen lassen. Bürgermeister Norbert Eckl stellte fest, dass aus den Spielern zweier gegnerischer Vereine nun gute Freunde geworden sind, die gemeinsam an sportlichen Zielen arbeiten. "Fundierte Jugendarbeit hat hier einen großen Stellenwert, das wird sich einmal in sportlichen Erfolgen auszahlen", so seine Überzeugung.
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