Gleiches Recht auf weite Welt

Die Führung der CSU Wildstein liegt nach den Neuwahlen in den Händen des zweiten Teunzer Bürgermeisters Robert Hechtl (Fünfter von rechts). Mit Bürgermeister Norbert Eckl ( an seiner rechten Seite) und Altbürgermeister Josef Klier (an der linken Seite) stehen ihm erfahrende Parteikollegen zur Seite. Bild: frd
Lokales
Teunz
17.03.2015
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Die Ortsteile kommen nicht zu kurz. Das untermauerte Bürgermeister Norbert Eckl bei der Jahresbilanz der Wildsteiner CSU und zog als Beispiel den Breitbandausbau heran. Die Parteikollegen hielten mit ihrer Meinung zu seiner Politik nicht hinterm Berg.

"Einer meiner Grundsätze als Bürgermeister ist, alle Ortsteile gleich zu halten", beteuerte Bürgermeister Norbert Eckl bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Wildstein. "Wir sind eine gut funktionierende Gemeinde, in der es von untergeordneter Bedeutung ist, wo das Anwesen des einzelnen Bürgers steht."

Dass alle Ortsteile gleich wichtig sind, werde gerade auch beim begonnen Breitbandausbau sehr deutlich, meinte Eckl. Dort fließe nämlich ein Großteil der Fördergelder nicht in den Hauptort Teunz, sondern in die Ortsteile. Auch dort hätten die Bürger ein Recht auf eine gute Verbindung zur großen weiten Welt. Gleich zu Beginn der Versammlung stellte Vorsitzender Robert Hechtl das gute Verhältnis zum Nachbar-CSU-Ortsverband Teunz heraus.

Die gute Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände über die gesamte Wahlperiode hinweg, habe bei den Kommunalwahlen im Vorjahr wieder zu einem hervorragenden Ergebnis und zur Mehrheit im Gemeinderat geführt. Dabei stehe das Wohl der Bürger im Fokus. Dank der umsichtigen Politik des Bürgermeisters würden viele Beschlüsse im Gemeinderat, da meist detailliert vorberaten, einstimmig gefasst.

Start mit einem Verlust

Dieses Jahr, so Robert Hechtl weiter, habe nicht gerade gut begonnen, da mit dem drittem Bürgermeister Siegmund Bayerl nicht nur ein Gemeinderat, sondern auch ein Freund zu Grabe getragen werden musste. Bayerl habe sich mit Leib und Selle beruflich und kommunalpolitisch für seine Heimatgemeinde eingesetzt.

Hechtl berichtete von einer gemeinsamen Informationsfahrt nach Schnaittenbach zu einer Windkraftanlage sowie zu einer Biogasanlage in Treswitz. Nur derjenige könne über die Energiewende mitreden, der die Alternativen zur Kernkraft kennt, gab er zu bedenken. Hechtl würdigte die Zusammenarbeit mit den CSU-Mandatsträgern auf Kreis-, Landes und Bundesebene. Diese habe mit der Behördenverlagerung gute Früchte getragen.

Lichtblick bei Finanzen

Als einen der Schwerpunkte in der Gemeinde betrachtete Bürgermeister Eckl die Breitbandanbindung. Für Teunz habe man die Höchstforderung von 90 Prozent erreicht. Das entspreche einer Fördersumme von 700 000 bis 800 000 Euro. Das vergangene Jahr habe sich durch den Ausfall von Gewerbesteuern als schwierig gestaltet, doch bereits 2016 sehe man durch zu erwartende Einnahmen wieder Licht am Ende des "finanziellen Tunnels".

Dass ihm die Gleichstellung der Ortsteile am Herzen liege, so Eckl, sei auch dran zu sehen, dass 2014 in Bauarbeiten im Ortsteil Kühried 70 000 Euro und in den Ortsteil Wildstein 100 000 Euro investiert worden sind. Das mache die Hälfte der Investitionen im gesamten Haushalt der Gemeinde aus. Probleme gibt es laut Eckl beim geplanten Umbau der Teunzer Kreuzung; die Fachstellen würden nun Alternativen prüfen.

Hoffen auf Härtefonds

Sorgen bereite dem Gemeinderat auch der Ausbau der Abwasseranlage Teunz: Den Anliegern könne nicht die Gesamtfinanzierung zugemutet werden. Es werde nun geprüft, ob zumindest eine Förderung von 50 Prozent aus einem Härtefonds erreicht werden kann, um den Bau der Abwasseranlage Fuchsberg angehen zu können.
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