Johannes Kretschmer testet bei Planspiel in Berlin sein Talent für Politik
Mit 16 große Reden schwingen

Lokales
Teunz
13.07.2015
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Einmal in der Politik richtig mitmischen: Johannes Kretschmer aus Teunz hat das in Berlin ausprobiert. Dass Debattieren so anstrengend ist, hat er nicht erwartet.

Vom 13. bis 16. Juni fand im Bundestag das diesjährige Planspiel "Jugend und Parlament" statt. Unter den 315 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet war auch Kretschmer. Den Schüler des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach, hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder nominiert.

Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren übernahmen für vier Tage die Rollen von fiktiven Abgeordneten, stellten das parlamentarische Verfahren nach und simulierten vier Gesetzesinitiativen. Johannes Kretschmer wurde während des Planspiels zu Lukas Höfl, Bundestagsabgeordneter der ÖSP (Ökologisch Soziale Partei) und Mitglied im Ausschuss Landwirtschaft und Ernährung.

Zur Debatte standen Entwürfe zur Einführung chancengleicher Bewerbungen für die Behörden des Bundes, zur Schaffung eines Einwanderungsgesetzes, zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft sowie zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Balkanstaat Illyrien.

An den Originalschauplätzen des Reichstagsgebäudes lernten die Jungparlamentarierinnen und -parlamentarier die Arbeit der Abgeordneten kennen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen sorgten für wirklichkeitsnahe Bedingungen.

"Da ging es richtig zur Sache. Es war spannend, innerhalb der verschiedenen Gremien um eine gemeinsame Linie ringen zu müssen", berichtet der Jugendliche aus Teunz. "Die Arbeit im Bundestag ist anstrengender als ich gedacht habe, debattieren um Kompromisse zu finden, dauert sehr lange", beschreibt der 16-Jährige seine Erfahrungen als Abgeordneter. Diese vier Tage Politik live seien ein großer Gewinn für ihn gewesen.

Die positive Resonanz freute MdB Marianne Schieder sehr. Das große Interesse an dem Planspiel mache deutlich, "wie wichtig es ist, zentrale Fragen aus der Perspektive der jungen Generation diskutieren zu lassen".
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