Margit Müller führt in altes Handwerk ein - Auch Produkte vom Schaf
Alles rund ums Seifensieden

Margit Müller führte in die Geheimnisse des Seifensiedens ein. Die im Topf gerührte Masse goss sie zum Aushärten in die mit Folie ausgekleidete Schachtel (links). Bild: weu
Lokales
Teunz
14.10.2015
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Mit Produkten "rund um das Schaf" gestaltete Margit Müller vom Schäferhof in Waldthurn auf Einladung des Frauenbundes einen interessanten Abend im Pfarrheim.

Zusammen mit ihrem Mann verarbeitet sie Fleisch und Wolle von 120 Merinoschafen und 20 weiteren Schafen - unterstützt werden sie von Zulieferern, die stricken und nähen. "Schafwolle gehört zu den gesündesten Textilien", erklärte die Fachfrau und demonstrierte den Gästen den Werdegang von der gewaschenen Schafwolle bis zum fertigen Produkt anhand mitgebrachter Beispiele. Filzhüte, warme Socken, federleichte Hausschuhe, Schals, Jacken und Kissen zeigte Margit Müller den Frauen und hob heilende Wirkung oder angenehmen Tragekomfort hervor. Die Schafswurst, die ihr Mann herstellt, konnte probiert werden.

Den Hauptteil des Abends nahm jedoch die Vorführung des Seifensiedens ein. Wurden nach dem Krieg bereits aus alten Schweineschwarten und ranzigem Fett einfache Seifen hergestellt, so seien die von ihr kalt gerührten Seifen hochwertig und sehr pflegend auch für das Gesicht, erklärte Margit Müller. Aus verschiedenen Fetten, Natriumhydroxid (Lauge), ätherischen Ölen, Mandelöl, gemahlenen Kräutern und Algenpulver mixte sie eine grünliche Masse, die in einer mit Folie ausgekleideten Schachtel drei Wochen reifen muss. Anschließend erhalten die Frauen ein Stück der hochwertigen Kräuterseife. Wer Lust bekommen hat, kann sich auch für einen "Seifensieder-Kurs" anmelden. Vorsitzende Heike Krafczyk bedankte sich bei der Referentin für die vielen interessanten Informationen.
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