Neue Loew'sche Tageseinrichtung in der ehemaligen Raiffeisenbank in Teunz
"Werkbank" gibt Struktur

Lokales
Teunz
31.03.2015
20
0
Sie sehen die behinderten Menschen in erster Linie nicht als Behinderte, sondern als besondere Menschen. "Du kannst es, trau Dich, wir begleiten dich", heißt es bei der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen, die nun in Teunz mit einem weiterem Objekt vertreten ist.

Behinderte Menschen bekommen mit Arbeit, Freizeit, Spiel und Naturerlebnis Struktur in den Tagesablauf. Irena Jung, Einrichtungsleiterin der "Tannenschleife", empfing viele Gäste, Heimbewohner und Nachbarn in der neuen Einrichtung in Teunz. Das Objekt wurde gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

In dem Gebäude hatte sich früher eine Nebenstelle der Raiffeisenbank befunden. Deshalb wurde als neuer Name für das Haus "Werkbank" gewählt. Zusammen mit einem Heimbewohner enthüllte Geschäftsführerin Sandra Loew diesen Namen. In diesem Umfeld, so erläuterte Irina Jung, gehe es um "tagesstrukturierende Maßnahmen". Die Bewohner erfahren hier Stunden der Arbeit, aber auch Frei- und Ruhezeiten. Profitieren können alle, die aufgrund einer geistigen oder psychischen Behinderung nicht außerhalb eines Hauses, einer Arbeit oder Beschäftigung nachgehen können. Gerade für sie sei auch die räumliche Trennung von Wohnen, Freizeit und Arbeit sehr wichtig, meinte Jung. Gerade an ihrem Arbeitsplatz könnten sie Herausforderungen der Arbeitswelt, aber auch inhaltliche Erfüllung erleben, was ihr Leben reicher und sie selber oft sehr glücklich mache. Gruppenleiter Andreas Kuhn zeigte auf, welche Arbeitsfelder angeboten werden, die sehr oft auch größeren Ansprüchen genügen.

Sehr dankbar dafür, dass gerade dieses Haus, die neu eingerichtete "Werkbank" wieder mit Leben erfüllt wird, zeigte sich Bürgermeister Norbert Eckl. Er fand es gut und richtig, dass sich die Heimbewohner nun mitten im Ort bewegen und auch kleine Einkaufsgänge erledigen können. Der Vorstand der Raiffeisenbank im Naabtal, Bernhard Werner, wusste die sinnvolle Nutzung der ehemaligen Bankräume zu schätzen.

Die Segnung oblag den beiden Pfarrern Herbert Rösl und Dr. Harald Knobloch, die ebenfalls herausstellten, dass es sich bei den Heimbewohnern um "besondere Menschen" handle, die einer besonders liebevollen Behandlung bedürften. Dies sei auch im Sinne Gottes. Anschließend überraschte eine Theatergruppe von Heimbewohnern mit einem gelungenen Auftritt und riet den Gästen: "Wer will fleißige Handwerker seh'n, der muss in die Loew'schen Einrichtungen geh'n."
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.