Schlagerparade und süffiges Bier

Ohne jeden Spritzer zapft Bürgermeister und Schirmherr Norbert Eckl das erste Fass des Fuchsberger Festbieres an.
Lokales
Teunz
21.06.2015
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Als "ständigen Mahner für den Frieden" weiß stellvertretender Landrat Jakob scharf die Soldatenkameradschaft zu schätzen. Bei der Feier zum 125-Jährigen Bestehen waren es andere Vorzüge, die bei den Gästen gut ankamen.

Das war das wohl kürzeste Standkonzert der Blaskapelle Teunz: Schon nach einem Musikstück begann es leicht zu regnen, als die Kapelle gerade zum Auftakt für das Jubiläumsfest der Soldatenkameradschaft (SK) Teunz ansetzte. Doch ein paar Regentropfen können "echten Kriegern" nichts anhaben. Schnell war das nahe Festzelt erreicht, wo Schirmherr und Bürgermeister Norbert Eckl ohne einen einzigen Spritzer das erste Fass des süffigen Fuchsberger Festbieres anzapfte. Mitglieder des Festausschuss und die Ehrengäste stießen gemeinsam auf ein gutes Gelingen des Jubiläumsfestes an.

SK-Vorsitzender Peter Breitschafter strahlte, weil zum Festauftakt so viele aus der Gemeinde zum "Tag der Vereine und Betriebe" gekommen waren - zu viele, um sie namentlich alle zu begrüßen. Besonders freute sich Breitschafter darüber, dass auch die Krieger- und Reservistenkameradschaft Neukirchen und die Soldatenkameradschaft Glaubendorf als die Vereine mit der weitesten Anreise zum Mitfeiern gekommen waren.

Zu den Ehrengästen des Abends zählten der Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Teunz, Josef Klier, der Ehrenvorsitzende der SK Teunz, Erwin Biersl, und die stellvertretende Niedermuracher Bürgermeisterin Rita Salomon. Im Fokus standen aber auch alle älteren Mitglieder, die den Verein über Jahrzehnte hinweg getragen haben.

Wichtiges Bindeglied

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf wies in seinem Grußwort auf den hohen Stellenwert der Traditionsvereine hin und sah sie als wichtiges Bindeglied zwischen der Zivilbevölkerung und den Soldaten der Bundeswehr. Mehr aber noch wusste er ihre Rolle als ständige Mahner für den Frieden zu schätzen.

Schließlich spielte die Teunzer Blaskapelle in gewohnt flotter Manier auf und bekannte, dass an diesem Abend ihr Herz nur für dieses tolle Publikum schlägt. Sie fragte nach "Was ist denn mit dem Thomas los?" und lud mit dem unvergessenen Ernst Mosch zu einem Abstecher ins Egerland ein.

Den Männern legte die Blaskapelle ans Herz, ruhig einmal "zum Schmie seiner Frau" rüber zu gehen, wozu sie ein wenig den "böhmischen Wind" wehen ließen. Allerdings zeigte die heimische Blaskapelle unter der Leitung von Stefan Karl auch, dass sie weit mehr als die normale Bierzelt-Blechmusik drauf hat, denn sie lud zu einer "deutschen Schlagerparade" ein, wie sie nur selten in einem Bierzelt zu hören ist.

Ein Kompliment

Das Kompliment eines Gastes aus Neukirchen-Balbini "Die spüln so super, i werd no narrisch" dürfte in Bayern wohl kaum zu toppen sein. Das Zelt war voll, das Bier schmeckte, die Stimmung war gut, besser kann ein Festauftakt nicht gelingen.
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