Schlüssel für die Zukunft

Lokales
Teunz
20.01.2015
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Nach 16 Jahren als Jugendwart der Feuerwehr befand Josef Zinnbauer die Zeit reif für einen Wechsel. Die Stellvertreter winkten ab. Ein Nachfolger, dem der Kommandant auch einen neuen Führungsstil zubilligte, fand sich schließlich aber doch.

Bei der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Teunz platzte das Feuerwehrgerätehaus aus allen Nähten, worüber sich Kommandant Andreas Brandstätter und Bürgermeister Norbert Eckl besonders freuten, denn die Jugend war an diesem Abend in der Überzahl. Es galt, den langjährigen Jugendwart, Josef Zinnbauer und seine beiden Stellvertreter zu verabschieden und einen neuen Jugendwart zu ernennen.

In jüngere Hände

Zinnbauer wollte nach insgesamt 16 Jahren die Jugendarbeit der Teunzer Wehr in jüngere Hände legen.In Anerkennung seiner sehr erfolgreichen Arbeit als Jugendwart ehrten Kreisbrandmeister Richard Fleck und Kommandant Andreas Brandstätter den Hauptlöschmeister mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Schwandorf in Silber.

Auch die beiden stellvertretenden Jugendwarte, Tobias Eckert und Christian Zettl, müssen aus beruflichen und privaten Gründen die Jugendarbeit in der Feuerwehr Teunz ruhen lassen. Sie bleiben aber in den weiteren Funktionen den Aktiven erhalten. Zum neuen ersten Jugendwart der Teunzer Wehr ernannte Kommandant Andreas Brandstätter den Hauptfeuerwehrmann Klaus Pflug, der aus seiner reichhaltigen Erfahrung heraus gut zu diesem Amt befähigt sei

Die sehr gute Jugendarbeit in der Teunzer Wehr sei weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt, stellte der Kommandant fest, und fügte hinzu, der hohe Ausbildungsanspruch verlange von dem neuen Chef der Teunzer Jugendgruppe vollen Einsatz. Pflug habe das Vertrauen der Teunzer Feuerwehrführung. Brandstätter warnte die Jugend davor, Vergleiche mit seinem Vorgänger anzustellen: "Jeder Jugendwart sollte sein eigenes Konzept in dem ihm eigenen Führungs- und Ausbildungsstil verwirklichen können."

Bürgermeister Norbert Eckl dankte den scheidenden Jugendwarten und überreichte ihnen im Namen der Gemeinde Dankesurkunden. Die Arbeit mit der Jugend könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, da sie letztendlich die Zukunft einer Wehr bestimme, meinte er. Eckl und Kreisbrandmeister Richard Fleck wünschten dem neuen Jugendwart Klaus Pflug und seinen noch zu bestimmenden Stellvertretern ein glückliches Händchen und viel Erfolg mit den Jugendlichen. Auch Kommandant Brandstätter überreichte Präsente, und Josef Zinnbauer erhielt noch eine Gutschein für ein Wochenende in Zell am See als kleine Anerkennung für seine Arbeit.

Intensives Training

Der Leiter Atemschutz, Bernhard Neuber, dankte in seinem Bericht allen Mitgliedern mit Atemschutzbefähigung für ihre immer zahlreiche Teilnahme an den Ausbildungen und die professionelle Arbeit bei Einsätzen und Wettbewerben. Der oft lebensgefährliche Einsatz als Atemschutzträger, so Neuber, könne nur mit der nötigen Ausbildung, durch ständiges Übungen, intensives Training und Vertrauen in die Technik und in das eigene Können erfolgreich bewältigt werden. Hier sei die Teunzer Wehr auf einem guten Weg.

Zum Feuerwehrmann sind Sebastian Winkler und Florian Pfistermeister befördert worden, In den aktiven Dienst wurden aus der Jugendwehr Sebastian Winkler und Florian Pfistermeister übernommen sowie als "Quereinsteigerin" Claudia Pflug .

Brandstätter informierte über den Antrag auf Ersatz für das 1992 in Dienst gestellte Feuerwehrfahrzeug. Bürgermeister Eckl sicherte volle Unterstützung zu. Ein großzügiger Zeitrahmen gebe dem Gemeinderat die nötige Zeit für die Finanzplanung. Er machte deutlich, dass auch die Bevölkerung durchaus weiß was sie an der Feuerwehr Teunz hat.

Kreisbrandmeister Fleck dankte für die Ausrichtung der Landkreis-Ehrung und der Jugendflamme Stufe 3 auf Landkreisebene. Er bezeichnete die Feuerwehr Teunz als "Berufsfeuerwehr ", die immer bestrebt sei, die Aus- und Fortbildung möglichst hoch zu halten und oft aus eigenen Mitteln Geräte und Ausrüstung beschaffe, um ihren Mitbürgern in der Region in Notsituationen bestmöglich helfen zu können. Zum Abschluss gab es die bei der Dienstversammlung traditionelle "Tellersulz", die sich alle schmecken ließen.
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